Signa schließt Weiterverkauf von Karstadt nicht völlig aus

Der Chef der Karstadt-Eigentümerin Signa schließt bei einem guten Preis einen Weiterverkauf der deutschen Warenhäuser nicht aus. Zwar habe der österreichische Investor Rene Benko mit seinem Immobilienunternehmen Signa die Karstadt-Warenhäuser übernommen, um diese zu sanieren. "Wir haben also nicht vor, Karstadt wieder zu verkaufen", sagte Signa-Chef Christoph Stadlhuber dem "Wirtschaftsblatt" vom Freitag. Bei einem sehr guten Angebot, das man kaum ablehnen könne, würde Benko aber wohl darüber nachdenken. "Letztlich hat alles seinen Preis", sagte Stadlhuber.


Benko wollte nach Karstadt auch den Konkurrenten Kaufhof übernehmen und damit die Idee einer deutschen Warenhaus AG wieder aufleben lassen. Dieser Plan scheiterte jedoch - den Zuschlag für die Metro -Tochter Kaufhof erhielt für 2,825 Milliarden Euro die kanadische Gruppe Hudson's Bay. Die Signa-Handelssparte sehe sich nun nach anderen Zukaufsgelegenheiten um. "Es ist noch nichts spruchreif, aber wir sondieren den Markt", sagte Stadlhuber.

Für die Sanierung der Warenhäuser holt sich Benko Schützenhilfe von Ex-Rennfahrer und Airline-Gründer Niki Lauda. Dieser beteilige sich über seine Privatstiftung mit zehn Prozent an der Signa-Handelssparte Retail GmbH und mit einem Prozent an der Signa Prime Selection, berichtete das Blatt. "Ich bin überzeugt, dass Benko Karstadt drehen kann. Da kann er beweisen, was er kann", sagte Lauda dem "Wirtschaftsblatt". Zudem ziehe Lauda in den Beirat des Handelsgeschäfts ein. "Ich habe viele Erfahrungen gesammelt, vor allem mit dem Airline-Geschäft, das nicht einfach ist", sagte Lauda. Zum Einstiegspreis wollte er keine Angaben machen. (Reporter: Angelika Gruber; redigiert von Olaf Brenner; Bei Rückfragen wenden

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte