Siemens will früher mit Arbeitnehmervertretern wegen Sparkurs beraten

München (APA/dpa) - Nach Spekulationen um neue drastische Einschnitte beim deutschen Elektrokonzern Siemens will die Konzernführung die Arbeitnehmervertreter rascher über die Lage in den betroffenen Sparten informieren, als bisher geplant. Bereits für diesen Donnerstag sei eine außerordentliche Sitzung des Wirtschaftsausschusses geplant, hieß es am Mittwoch in Unternehmenskreisen.

Ursprünglich sollte das Gremium, in dem die Konzernführung Arbeitnehmervertretern aktuelle Entwicklungen in einzelnen Geschäftsbereichen vorstellt, erst am 8. November tagen. Auch die "Leipziger Volkszeitung" (Donnerstag) berichtete, dass die Sitzung vorgezogen worden sei. Dem Vernehmen nach dürften dabei allerdings noch keine konkreten Details zu geplanten Einschnitten bekannt werden. Es gehe vielmehr darum, die schwierige Situation in den Sparten zu erörtern und den Dialog mit den Arbeitnehmervertretern zu suchen.

In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass in der Kraftwerkssparte sowie in der Sparte Prozessindustrie und Antriebe des Unternehmens tausende Arbeitsplätze in Gefahr sind. Das "Manager Magazin" hatte unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, dass nach internen Plänen in der Kraftwerkssparte Power & Gas bis zu elf der weltweit 23 Standorte geschlossen oder verkauft werden sollen. Bereits am Mittwoch kam es an mehreren Standorten der Kraftwerkssparte, darunter Mülheim, Erfurt, Erlangen, Görlitz und Leipzig zu Protestaktionen.

Die IG Metall hatte zuvor kritisiert, dass die Beschäftigten aus den Medien von den geplanten Einschnitten erfahren hätten. Arbeitnehmervertretungen mehrerer Standorte wandten sich daraufhin auch mit offenen Briefen an die Konzernführung. Auch darin warfen sie dem Vorstand eine "mangelnde Kommunikation" vor.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte