Siemens sieht konjunkturelle Unsicherheit - Konzernumbau im Plan

(APA/dpa) - Der deutsche Elektrokonzern Siemens sieht die weltweite konjunkturelle Lage derzeit von viel Unsicherheit geprägt. "Wir haben ein paar geopolitische Einflussfaktoren, die die Investitionstätigkeit nicht gerade steigern", sagte Siemens-Finanzvorstand Ralf Thomas am Mittwoch beim Richtfest für die neue Konzernzentrale in München.

Vom Konflikt mit Russland sieht sich das Unternehmen, das viel Wertschöpfung im Land hat, zwar nicht so stark betroffen, doch sei der russische Markt speziell für Siemens-Kunden derzeit "nicht gerade auf der Überholspur". Aus China kämen zudem sehr unterschiedliche Signale.

Bereits vor einigen Tagen waren hochrangige Wirtschaftsführer, darunter Siemens-Chef Joe Kaeser und BASF-Chef Kurt Bock, in Genf zu einem informellen Treffen zusammengekommen, um über den Ukraine-Konflikt zu beraten. Eingeladen hatte dazu der Veranstalter des Weltwirtschaftsforums in Davos, Klaus Schwab. Die Top-Manager verabschiedeten dabei einen Zehn-Punkte-Plan, mit dem sie sich unter anderem für einen intensiveren Dialog, die Beendigung provokanter und kriegerischer Sprache sowie ein Zurückdrehen der Sanktionen aussprechen.

Bei seinem tiefgreifenden Umbau sieht sich Siemens im Plan. "Ab 1. Oktober geht es in der neuen Struktur los", sagte Siemens-Finanzvorstand Ralf Thomas am Mittwoch beim Richtfest für die neue Konzernzentrale in München. Siemens soll durch den Umbau schlanker und effizienter werden. So fällt die Einteilung des Geschäfts in die Sektoren Energie, Industrie, Medizintechnik sowie Infrastruktur und Städte weg, außerdem wird die Zahl der Divisionen reduziert. Spekuliert wird, dass der Umbau Tausende Jobs kosten könnte, genaue Zahlen sind aber noch nicht bekannt.

Mit dem Rohbau für die neue Konzernzentrale ist Siemens früher fertig geworden als geplant. Der Neubau sei ein Bekenntnis zu München als Sitz von Vorstand und Aufsichtsrat, sagte Thomas. Er soll Arbeitsplätze für rund 1.200 Mitarbeiter, aber auch ein öffentlich zugängliches Erdgeschoß mit begrünten Innenhöfen, Gastronomie und Ausstellungsflächen umfassen. Für das Projekt ist ein niedriger dreistelliger Millionen-Euro-Betrag veranschlagt. Bis Ende 2015 soll die neue Siemens-Zentrale fertiggestellt werden, die Eröffnung ist für Frühjahr 2016 geplant.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte