Siemens sieht sich vor Fusion mit Alstom in starker Position

Düsseldorf (APA/AFP) - Die Zugsparte von Siemens sieht sich vor der Ausgliederung aus dem Mutterkonzern und der geplanten Fusion mit dem französischen Zughersteller Alstom in einer starken Position. Die Sparte mache seit vier Jahren stabile Profite und arbeite erfolgreich an großen Zukunftsprojekten, sagten die Spartenchefs Michael Peter und Sabrina Soussan am Mittwoch in Krefeld.

Als wichtigste Neuerung stellten sie am Mittwoch den neuen Hochgeschwindigkeitszug "Velaro Novo" vor.

Peter und Soussan betonten, dass sie bis zum Abschluss der Fusion weiterhin mit Alstom konkurrierten. Deshalb entwickle Siemens auch die neueste Generation seines Hochgeschwindigkeitszugs - in Deutschland als ICE bekannt - weiter, obwohl dieser mit Alstoms TGV konkurriert. "Wir haben viel Geld in den Velaro investiert, und er ist international sehr erfolgreich", sagte Soussan.

Der neue Zug soll bis zu 360 Kilometer pro Stunde fahren können und basiert auf dem ICE 3. Bei Tempo 300 soll er 30 Prozent weniger Energie verbrauchen als der Vorgänger. Gleichzeitig hat er zehn Prozent mehr verfügbaren Platz. Seit Aprul wird er von der Deutschen Bahn getestet.

Peter betonte, dass sich Alstom und Siemens trotzdem gut ergänzten. Alstom sei in anderen Ländern tätig als Siemens. Als Vorbereitung auf die Fusion wird die Mobilitätssparte Anfang August eine rechtlich eigenständige Tochtergesellschaft von Siemens. Nach der Genehmigung durch die Wettbewerbsbehörden soll sie wohl im ersten Halbjahr 2019 mit Alstom fusionieren.

Siemens bringt 30.500 Mitarbeiter und einen Umsatz von 8,1 Milliarden Euro in die neue Firma mit. Nach der Fusion soll Siemens Alstom 65.000 Mitarbeiter sowie einen Umsatz von 15,6 Milliarden Euro haben und damit zweitgrößter Zugbauer der Welt werden. Weltgrößter Zugbauer ist das chinesische Unternehmen CRRC mit einem rund doppelt so hohen Umsatz.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen