Siemens schließt Kooperation im Iran zur Lieferung von Gasturbinen

Siemens bekommt nach jahrelangen Wirtschaftssanktionen im Iran einen Fuß in die Tür. Mit der örtlichen Mapna-Gruppe unterzeichneten die Münchner nun Vereinbarungen über die Modernisierung der iranischen Stromversorgung, wie das im Dax notierte Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Mapna werde im Land Gasturbinen von Siemens in Lizenz produzieren. Die Kooperation umfasse in den kommenden zehn Jahren auch die Lieferung von 20 Turbinen sowie der zugehörigen Generatoren.

Für ein erstes gemeinsames Projekt sei "in Kürze" die Lieferung von zwei Gasturbinen an das Kraftwerk Bandar Abbas geplant. In Branchenkreisen hieß es, diese Order habe ein Auftragsvolumen im oberen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Siemens macht sich zudem Hoffnung auf Bahn-Großaufträge aus dem Iran. Im Jänner hatte der Konzern bekannt gegeben, dass beide Seiten über die Verbesserung der Eisenbahn-Infrastruktur reden wollten. Laut regionalen Medien ging es dabei um die Bahnstrecken von Teheran nach Maschar und nach Isfahan sowie um 500 Züge für die iranische Bahn.

Siemens ist bereits seit 1868 in Iran aktiv, hat seit 2010 aber keine Aufträge aus dem Land mehr angenommen.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma