Siemens-Chef verteidigt Jobabbau in der Antriebssparte

Siemens-Chef Joe Kaeser hat die geplanten Stellenstreichungen und -verlagerungen in der Sparte Prozessindustrie und Antriebe verteidigt. Die Sparte kämpfe mit zunehmendem Wettbewerb sowie einer schwachen Nachfrage und Überkapazitäten, hieß es in einer am Freitag veröffentlichten Präsentation Kaesers zu einer Investorenkonferenz in London.

Daher müssten die Aktivitäten an einzelnen Standorten zusammengelegt und gebündelt werden und die Größe der europäischen Fertigung optimiert werden, argumentierte der Siemens-Chef.
Von den Maßnahmen sind insgesamt 2.500 Arbeitsplätze betroffen, davon rund 2.000 in Deutschland und schwerpunktmäßig in Bayern. Betroffen ist auch das Wiener SIMEA-Werk - wie viele Stellen in Österreich gestrichen werden, ist aber noch nicht bekannt.
Jeweils etwa die Hälfte der Jobs soll gestrichen beziehungsweise verlagert werden. Arbeitnehmervertreter hatten entschiedenen Widerstand gegen die Pläne angekündigt. Dabei warf die IG Metall Bayern Siemens einen "Aderlass" bei Industriearbeitsplätzen vor. Die bayerische Staatsregierung will unter anderem mit einer Lenkungsgruppe unter der Leitung von Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) nach Lösungen für die betroffenen Regionen suchen.

Kommentar

Standpunkte

Helmut A. Gansterer: "Weiß nicht, woher ich komme"

Geld

Ölpreis pendelt an der 50-Dollar-Marke

Wirtschaft

Wifo: Österreichs Wirtschaft wächst überdurchschnittlich schnell