Siemens-Chef verteidigt Jobabbau in der Antriebssparte

Siemens-Chef Joe Kaeser hat die geplanten Stellenstreichungen und -verlagerungen in der Sparte Prozessindustrie und Antriebe verteidigt. Die Sparte kämpfe mit zunehmendem Wettbewerb sowie einer schwachen Nachfrage und Überkapazitäten, hieß es in einer am Freitag veröffentlichten Präsentation Kaesers zu einer Investorenkonferenz in London.

Daher müssten die Aktivitäten an einzelnen Standorten zusammengelegt und gebündelt werden und die Größe der europäischen Fertigung optimiert werden, argumentierte der Siemens-Chef.
Von den Maßnahmen sind insgesamt 2.500 Arbeitsplätze betroffen, davon rund 2.000 in Deutschland und schwerpunktmäßig in Bayern. Betroffen ist auch das Wiener SIMEA-Werk - wie viele Stellen in Österreich gestrichen werden, ist aber noch nicht bekannt.
Jeweils etwa die Hälfte der Jobs soll gestrichen beziehungsweise verlagert werden. Arbeitnehmervertreter hatten entschiedenen Widerstand gegen die Pläne angekündigt. Dabei warf die IG Metall Bayern Siemens einen "Aderlass" bei Industriearbeitsplätzen vor. Die bayerische Staatsregierung will unter anderem mit einer Lenkungsgruppe unter der Leitung von Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) nach Lösungen für die betroffenen Regionen suchen.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma