Siemens-Aktien durch Restrukturierungsplan von Dresser-Rand belastet

München - Die Ankündigung einer Restrukturierung beim US-Turbinenspezialisten Dresser-Rand hat die Siemens-Aktien am Montag ins Minus gedrückt. Sie gehörten mit 1,4 Prozent Abschlag zu den schwächsten DAX-Werten. Siemens will die Firma für 7,6 Mrd. Dollar (6,8 Mrd. Euro) übernehmen.

Nun kündigte der Turbinenspezialist eine Neuaufstellung, die die operativen Kosten drücken wird. Acht Prozent der Jobs sollen abgebaut werden.

Dresser-Rand hat im vierten Quartal 0,60 Dollar pro Aktie verdient, Analysten hatten in einer Reuters-Umfrage 1,30 Dollar prognostiziert. Das laste ein wenig auf der Stimmung, schließlich gebe Siemens für das Unternehmen eine Menge Geld aus, sagte ein Händler.

Eigentlich will Siemens mit dem Milliardenzukauf vom Fracking-Boom in den USA profitieren. Wegen des Ölpreisverfalls bereitet das Geschäft den Aktionären aber bereits seit einiger Zeit Bauchschmerzen. Wenngleich die Entwicklung bei Dresser-Rand nicht wirklich überrasche, sei sie der Stimmung der Anleger alles anderer als zuträglich, sagte ein anderer Händler.

Arbeitsplätze abbauen will der Öl- und Gasindustrie-Zulieferer Dresser-Rand angesichts schlechterer Perspektiven für Ölbohrungen.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

Newsticker

May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

Newsticker

Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

Newsticker

Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht