Sicherheitsfirma: 2018 drohen selbstlernende "Swarm"-Cyber-Attacken

Wien (APA) - Die Sicherheitsfirma Fortinet hat vor gefährlichen Cyber-Attacken gewarnt: 2018 drohen selbstlernende, extrem zerstörerische "Swarm"-Angriffe, prognostizierte das Unternehmen. Cyber-Kriminelle werden Botnets, automatisierte Schadprogramme, durch intelligente Cluster aus kompromittierten Geräten, sogenannte "Hivenets", ersetzen, um noch wirkungsvollere Angriffsvektoren zu schaffen.

Diese Hivenets werden selbstlernend sein, um anfällige Systeme in bisher ungeahntem Ausmaß effektiv anzugreifen, betonte Fortinet in einer Aussendung am Dienstag. "Sie werden miteinander kommunizieren, lokale Informationen teilen und dadurch als Kollektiv handeln können." Dazu kommen intelligente "Zombies", die auch ohne Anweisung vom Bot-Herder auf Befehl aktiv werden. Infolgedessen können Hivenets zu Schwärmen anwachsen. Dabei werden sie immer besser darin, mehrere Opfer anzugreifen und zugleich Abschwächungs- und Gegenmaßnahmen auszuhebeln.

"Cyber-Kriminelle werden Schwärme kompromittierter Geräte oder Swarmbots einsetzen, um verschiedene Angriffsvektoren gleichzeitig auszumachen und anzugreifen. Dadurch werden blitzschnelle Attacken mit gewaltigem Ausmaß möglich", betonte das Unternehmen. Weil die Angriffe derart schnell erfolgen, nimmt die Vorhersagbarkeit ab, die für eine erfolgreiche Abwehr unerlässlich ist.

FortiGuard Labs, bei Fortinet für Bedrohungsforschung zuständig, hat heuer in nur einem Quartal 2,9 Milliarden Kommunikationsversuche von Botnets aufgezeichnet. Das verdeutliche den Ernst der Lage und gibt einen Vorgeschmack auf den gewaltigen Schaden, den Hivenets und Swarmbots anrichten können.

Die Bedrohung durch Ransomware, Ransomworms und andere Angriffsformen ist gegenüber 2016 bereits um das 35-fache gestiegen. Künftig ist dem Cyber-Sicherheitsunternehmen zufolge mit noch mehr Attacken dieser Art zu rechnen: "Das nächste große Ziel für Ransomware werden wahrscheinlich Cloud-Anbieter und andere kommerzielle Dienste sein, womit sich Cyber-Kriminelle neue Einnahmequellen erschließen wollen."

Cloud-Anbieter haben komplexe, stark vernetzte Netzwerke aufgebaut - mit einem großen Nachteil: Es genügt eine einzige Schwachstelle, um Hunderte von Unternehmen, staatliche Stellen, kritische Infrastrukturen und Gesundheitseinrichtungen anzugreifen. "Wir gehen davon aus, dass Cyber-Kriminelle KI-Technologien mit Multi-Vektor Angriffsmethoden kombinieren werden, um nach Schwachstellen in Umgebungen von CloudAnbietern zu suchen und diese auszunutzen", betonte Fortinet.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen