Shell-Quartalsgewinn wegen schwacher Ölpreise halbiert

Der vor der Fusion mit dem britischen Gasförderer BG Group stehende Energieriese Royal Dutch Shell hat im ersten Quartal einen deutlichen Gewinneinbruch verkraften müssen. Wegen gesunkener Ölpreise sackte der bereinigte Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten um mehr als die Hälfte auf 3,2 Mrd. US-Dollar (2,9 Mrd. Euro) ab, wie Shell am Donnerstag mitteilte.

Das war aber immer noch mehr als die 2,5 Mrd. Dollar, die Analysten kalkuliert hatten. Auch Konkurrent BP hatte den Ölpreis-Verfall besser verkraftet als erwartet.

Shell-Chef Ben van Beurden sprach von einem schwierigen Marktumfeld. Der Konzern arbeite daher hart daran, seine Kosten im Zaum zu halten und die Gewinne vor weiteren Erosionen zu schützen. Dies geschehe unter anderem durch Unternehmensverkäufe. In diesem Jahr habe sich der Konzern bereits von Geschäften im Wert von mehr als 2 Mrd. Dollar getrennt.

Anfang April hatte Shell zudem die Übernahme der BG Group für 47 Mrd. britische Pfund (65,6 Mrd. Euro) angekündigt. Dadurch werde ein stärkeres Unternehmen entstehen, sagte van Beurden. Zudem werde sich Shells Wachstum in den strategischen Feldern Tiefseeförderung und Flüssiggas beschleunigen.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma