Shell profitiert von hohen Öl- und Gaspreisen

London (APA/dpa) - Der Öl- und Gasmulti Shell hat im Sommer dank gestiegener Preise für die Rohstoffe kräftig verdient. Was Autofahrer derzeit an den Tankstellen zu spüren bekommen, ließ bei Shell die Gewinne wachsen: Im dritten Quartal stieg der bereinigte Gewinn um 37 Prozent auf 5,62 Milliarden US-Dollar (4,97 Mrd. Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Vor allem beim für Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe wichtigen Cashflow konnte Shell glänzen. Der starke Mittelzufluss zeige erneut, dass Shell mit Blick auf die Ausschüttungen an die Aktionäre die führende Rolle unter den großen europäischen Ölkonzernen einnehmen könnte, schrieb ein Analyst der US-Bank JPMorgan.

Die Aktie konnte davon am Vormittag aber nicht profitieren, da die gesamte Branche unter Druck stand. Shell-Aktien verloren gut zwei Prozent. Die Öl- und Gasproduktion sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im dritten Quartal etwas rückläufig gewesen, hieß es. Gute Ergebnisse erzielte Shell demnach im Gas- und im sogenannten Upstream-Geschäft (Förderung und Erschließung). Dies habe eine schwächere Entwicklung im Raffinerie-Geschäft "mehr als ausgeglichen".

Für das dritte Quartal sollen die Aktionäre wie bereits im Frühjahr 0,47 Dollar je Aktie als Dividende erhalten. Beim laufenden Aktienrückkauf-Programm über 25 Milliarden US-Dollar bis 2020 soll nun die zweite Tranche starten. Dabei will Shell eigene Titel für bis zu 2,5 Mrd. US-Dollar zurückkaufen. Die erste Tranche belief sich auf 2 Mrd. US-Dollar.

In Hamburg hatte Shell kürzlich die erste Tankstelle für verflüssigtes Erdgas (LNG) in Deutschland eröffnet. In Europa sind bereits 5.000 schwere Lastwagen unterwegs, die den Treibstoff tanken können. In den nächsten Jahren wird mit einer deutlichen Zunahme gerechnet.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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