Shell-Chefentwickler: Ladezeit für E-Autos viel zu lange

Shell-Chefentwickler: Ladezeit für E-Autos viel zu lange

Noch vor zwei Jahren wollte die Regierung 200.000 E-Autos bis zum Jahr 2020 auf die Straßen bringen, darum ist es inzwischen aber sehr still geworden. Kein Wunder, fahren derzeit doch gerade einmal gut 5.000 E-Autos in Österreich. Was wiederum Shell-Chefentwickler Wolfgang Warnecke nicht wundert, denn die Ladezeiten für die Batterien seien einfach zu lange.

Wird das Fahrzeug an die Haushaltssteckdose angesteckt, braucht man die ganze Nacht, um es vollzuladen. Selbst mit Schnellladestationen sind es bis zu 15 Minuten für 100 Kilometer. Eine deutliche Verbesserung bringe hier die Wasserstofftechnik; die Speicherdichte von Druckwasserstoff sei erheblich höher, sodass Brennstoffzellenfahrzeuge erheblich höhere Reichweiten aufweisen als ein herkömmliches E-Fahrzeug. In Deutschland würde die Infrastruktur für Wasserstoffmobilität ausgebaut. "Noch heuer soll es deutschlandweit rund 50 Tankstellen geben", so Warnecke.

In Zukunft werde es einen Mix aus verbesserten fossilen Treibstoffen (Benzin, Diesel), Elektro- und Wasserstoffantrieben sowie Hybridmotoren geben. Verbesserte Katalysatoren und Treibstoffzusätze würden die Emissionen weiter reduzieren. Warnecke verweist auf eine internationale Studie, wonach in den vergangenen 30 Jahren der Schadstoffausstoß der Motoren um 98 Prozent reduziert wurde.

Abfall-Sprit lässt auf sich warten

Bei den Biotreibstoffen sei die erste Euphorie verflogen. Es war erwartet worden, dass die zweite Generation, die nicht mehr aus Nahrungsmitteln, sondern aus Abfällen hergestellt wird, viel rascher kommt. "Zurzeit gibt es hier vorwiegend Pilotprojekte oder kleine Produktionen, die bislang volumenmäßig kaum Marktrelevanz entfalten", so Warnecke.

Die Diskussion, dass der Welt das Öl ausgeht, habe sich überholt, nicht zuletzt durch die riesigen Gasfelder die in den vergangenen Jahren entdeckt wurden und eine Alternative darstellten.

Lob für Österreich

Dickes Lob gibt es vom Shell-Chefentwickler für den Kfz-Zulieferstandort Österreich. Das gerade stattfindende Wiener Motorensymposium gehöre zu den "besten weltweit", das gelte auch für die Unis im Bereich Automobiltechnologie.

Beim 37. Internationalen Wiener Motorensymposium stand die Verbrauchsminimierung im Mittelpunkt. Vor allem der Ottomotor mache derzeit erstaunlich große Fortschritte und nähere sich im Wirkungsgrad dem Dieselmotor, so die Vortragenden. So ist etwa bei Porsche Downsizing angesagt. Für die neue Generation der Porsche Sportwagen 911 Carrera und 718 Boxster wurde eine komplett neue Boxermotorenfamilie entwickelt, und erstmals kommen in diesen Modellen statt Saugmotoren turboaufgeladene Boxermotoren zum Einsatz. Und nicht nur das: Beim 718 Boxster und Boxster S ersetzen Vierzylinder die Sechszylinder.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

Newsticker

Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro