Serbische Minderheit in Kroatien verlangt Schutz von EU

Zeitung: Kroatischer Serbenführer Pupovac fordert von EU-Institutionen Hilfe wegen bedrohten Minderheitenrechten

Die serbische Minderheit im EU-Land Kroatien sieht sich bedroht und verlangt Schutz von Brüssel. Sowohl die EU-Institutionen als auch Serbien müssten den bedrohten Rechten der Minderheit Geltung verschaffen, verlangte der kroatische Serbenführer Milorad Pupovac am Donnerstag in der Belgrader Zeitung "Novosti".

In den letzten Tagen hatten kroatische Nationalisten in der Stadt Vukovar alle Schilder an Behörden mit zweisprachiger Aufschrift zerstört. Weil die Serben dort mehr als ein Drittel der Bevölkerung stellen, schreibt die kroatische Verfassung zweisprachige Amtstafeln vor. Vukovar war im Kroatienkrieg (1991-1995) von Serben dem Erdboden gleichgemacht worden.

Kroatische Nationalisten hatten im Sommer knapp 600.000 Unterschriften gesammelt, um mit einem Referendum den Gebrauch des Serbischen als Amtssprache praktisch zu verbieten. Die Volksabstimmung war vom Verfassungsgericht als illegal gestoppt worden. Das Kroatische wird mit lateinischen, das Serbische mit kyrillischen Buchstaben geschrieben. Beide Sprachen sind eng miteinander verwandt.

In Kroatien stellen die Serben nach großen Vertreibungen im Krieg nur noch 4,4 Prozent der Bevölkerung. In einigen Landesteilen wie in Vukovar sind es aber mehr als ein Drittel.

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

Newsticker

EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

Newsticker

Trump könnte 144 Jahre altes Postabkommen mit China beenden

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

Newsticker

Grasser-Prozess - "Wird alles etwas schwierig zu erklären"