Serbien hofft auf chinesische Investitionen

Chinas Präsident Xi Jinping wird am Freitag zu einem dreitägigen Besuch in Serbien erwartet. Vom ersten Besuch eines chinesischen Präsidenten in Belgrad seit 32 Jahren erhofft sich die serbische Regierung laut Medienberichten einen weiteren Anstieg des chinesischen Investitionsvolumens.

Nach offiziellen Angaben aus Belgrad sollen beim dem Staatsbesuch 18 Abkommen unterzeichnet werden, ein Großteil davon soll die Baubranche und Infrastrukturprojekte betreffen.

Derzeit sind chinesische Firmen am Bau von zwei Autobahnstrecken südlich von Belgrad in Richtung Montenegro sowie an der Modernisierung des Wärmekraftwerkes Kostolac in Ostserbien beteiligt. Chinesische Firmen sollen auch die geplante Modernisierung der Eisenbahnstrecke zwischen Belgrad und Budapest übernehmen. Das Volumen der laufenden bzw. der geplanten Projekte erreicht nach Angaben von Verkehrsministerin Zorana Mihajlovic bereits 3,5 Mrd. Euro.

Wie die Tageszeitung "Politika" am Mittwoch berichtete, soll beim Besuch Xi Jinpings auch das Interesse eines großen chinesischen Unternehmens am Bau eines neuen Donauhafens bei Belgrad zur Sprache kommen. Die Machbarkeitsstudie wurde demnach bereits erstellt. Der neue Hafen soll in unmittelbarer Nähe einer von chinesischen Firmen vor zwei Jahren fertiggestellten Donau-Brücke liegen. Über den Projektwert gibt es vorerst keine Angaben. Chinesische Firmen sind auch am Bau einer Autobahnstrecke westlich von Belgrad interessiert, die die Autobahnen entlang der Korridore X. (Richtung Mazedonien) und XI. (Richtung Montenegro ) verbinden würde.

Erst kürzlich hat der chinesische Konzern HBIS um 46 Mio. Euro das serbische Stahlwerk in Smederevo übernommen. In den nächsten fünf Jahren sollen in den Betrieb gut 267 Mio. Euro investiert werden.

Die chinesischen Großunternehmen China Energy Company Limited (CEFC) und China Balkan Investment (CBI), die an Projekten in der Landwirtschaft, Infrastruktur und im Energiebereich interessiert sind, haben im April eine gemeinsame regionale Vertretung in Belgrad geöffnet.

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