Serbien schraubt Erwartungen für Wirtschaftswachstum nach oben

Belgrad - Serbiens Regierung hat die Erwartungen für das Wirtschaftswachstum für das laufende Jahr nun nach oben geschraubt. Er könne zum ersten Mal sagen, dass die Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) über einen Rückgang der Wirtschaft zwischen 0,5 und 1 Prozent im Jahre 2015 "unzutreffend" gewesen seien, erklärte Regierungschef Aleksandar Vucic, heute, Dienstag.

Laut Vucic würden die jüngsten Tendenzen darauf hindeuten, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) heuer zwischen 0,5 und 1 Prozent wachsen dürfte. "Dies würde die Möglichkeit öffnen, 2016 und 2017 einen BIP-Zuwachs von jeweils mehr als 3 Prozent zu erzielen", erläuterte Vucic bei einem Treffen in der Wirtschaftskammer Serbiens. 2014 war das BIP in Serbien um 2 Prozent zurückgegangen.

Entsprechend einer Kredit-Vereinbarung mit dem IWF hatte sich Serbiens Regierung Ende des Vorjahres zu Sparmaßnahmen verpflichtet, zu denen unter anderem auch die Senkung von Einkommen im öffentlichen Bereich um 10 Prozent und der Pensionen um bis zu 23 Prozent gehören. Jüngsten Amtsangaben zufolge lag das Budgetdefizit in den ersten drei Jahresmonaten um die Hälfte niedriger als zuvor geplant.

Eine weitere Maßnahme der Regierung, die sich auf den Lebensstandard der Bevölkerung auswirken wird, steht unmittelbar bevor. Entsprechend der Vereinbarung mit dem IWF soll der Strompreis nämlich um 15 Prozent erhöht werden. Laut jüngsten Medienberichten ist die Regierung nun bemüht, in Vereinbarung mit dem IWF die Strompreiserhöhung nicht auf einmal vorzunehmen, sondern sie zwischen Frühjahr und Herbst zu verteilen.

Brüssel (APA) - Die Staatssekretärin im Innenministerium, Karoline Edtstadler, (ÖVP) hat am Montag bei einer von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) in Brüssel veranstalteten Konferenz zu Cybersecurity, betont, es sei eine Pflicht, das entsprechende EU-Gesetzespaket bis Jahresende abzuschließen. OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny erklärte, dass es wöchentlich Cyberattacken auf österreichische Banken gebe.
 

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Edtstadler will EU-Cybersecurity-Paket heuer abschließen

Washington (APA/dpa) - Im eskalierenden Handelsstreit der USA mit vielen Ländern der Welt haben die Vereinigten Staaten nun ihrerseits Beschwerde bei der Welthandelsorganisation (WTO) eingelegt. Diese richte sich gegen die Vergeltungszölle, die China, die Europäische Union, Kanada, Mexiko und die Türkei als Reaktion auf US-Sonderzölle auf Aluminium und Stahlimporte einführten.
 

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USA legen Beschwerde bei WTO gegen Strafzölle ein

Moskau/Kiew (APA) - Der italienische Innenminister Matteo Salvini hat die EU aufgerufen, den Sanktionen gegen Russland ein Ende zu setzen. Es sei nicht auszuschließen, dass Italien die zum Jahresende anstehende Verlängerung der Sanktionen gegen Russland durch sein Veto stoppen werde, sagte Salvini bei einer Pressekonferenz im Rahmen seines Besuchs in Moskau am Montag.
 

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Salvini droht mit Veto gegen Verlängerung der Russland-Sanktionen