Senioren arbeiten ehrenamtlich für ÖBB - Gewerkschaft protestiert

Die Bahngewerkschaft kritisiert die sogenannten Senior-Mobil-Berater der ÖBB. Das sind ältere Menschen, die ihrerseits Senioren beim Online-Ticketkauf oder beim Fahrkartenautomaten unterstützen - ehrenamtlich. Vor eineinhalb Jahren hat die Staatsbahn dafür einen Verein gegründet, mittlerweile sind 90 Senioren in den Bundesländern außerhalb Wiens im Einsatz. Die Gewerkschaft fordert mehr Personal.

"Wir wollen nicht, dass Pensionistenvereine die Arbeit der ÖBB erledigen", so ÖBB-Betriebsratschef Roman Hebenstreit am Dienstag zur APA. Der Arbeitnehmervertreter urgiert stattdessen mehr Zugbegleiter in den Zügen und mehr Servicepersonal in den Bahnhöfen. "Das wären in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit dringend benötigte Arbeitsplätze für unsere Jugend. Ich bin mir sicher, dass die Großeltern arbeitsloser Enkelkinder wohl gerne ihren freiwilligen Dienst gegen bezahlte Arbeit für ihre Enkel tauschen würden." Laut Hebenstreit gibt es in 65 Prozent aller ÖBB-Züge keine Zugbegleiter mehr.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht