Semperit machte 16,4 Mio. Euro Nettoverlust im dritten Quartal

Wien (APA) - Der börsennotierte Gummi- und Kautschukkonzern Semperit hat das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres mit einem Nettoverlust von 16,4 Mio. Euro abgeschlossen. Das Ergebnis fiel damit noch schlechter aus als erwartet - von der APA befragte Analysten hatten nach einer verschärften Gewinnwarnung im Oktober mit einem Verlust von 11,25 Mio. Euro nach Steuern gerechnet.

"Der berichtete Verlust im dritten Quartal geht großteils auf Sondereffekte zurück, ist aber trotzdem keinesfalls zufriedenstellend", sagte Vorstandschef Martin Füllenbach laut Aussendung.

Der Umsatz der Semperit-Gruppe blieb im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal nahezu unverändert bei 208,4 Mio. Euro. Alle Segmente im Sektor Industrie konnten ihren Umsatz steigern (+7,6 Prozent), im Sektor Medizin (Sempermed) gab es einen Rückgang um 11,0 Prozent.

Das EBITDA verringerte sich signifikant auf 0,5 Mio. Euro. Das EBIT für das dritte Quartal 2017 betrug -8,2 Mio. Euro. Bereinigt um die negativen Sondereffekte betrug das EBIT 1,7 Mio. Euro, das Ergebnis je Aktie lag bei -0,79 Euro. Das bereinigte Ergebnis nach Steuern befand sich bei -5,6 Mio. Euro.

Über neun Monate betrachtet legte der Umsatz um 3,5 Prozent auf 670 Mio. Euro zu. Das ausgewiesene EBITDA lag bei 97,8 Mio. Euro, was einer Erhöhung von 35,4 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Das EBIT ging um 1,1 Prozent auf 46,1 Mio. Euro zurück.

Dies sei im Wesentlichen auf Sondereffekte, wie 26,0 Mio. Euro Wertminderung im Segment Sempermed (in Q2 2017), Aufwendungen für die Restrukturierung der Produktionsstätte von Sempertrans in Frankreich in Höhe von insgesamt 11,6 Mio. Euro, 4,0 Mio. Euro Wertanpassung für bereits kapitalisierte IT-Kosten, die zukünftig nicht genutzt werden können (in Q2 2017) sowie in im dritten Quartal 2017 erfasste Aufwendungen von 5,1 Mio. Euro in Zusammenhang mit der steuerlichen Prüfung in Österreich (vor allem Aberkennung der Energieabgabenrückvergütung) zurückzuführen. Der daraus resultierende Cashflow verringerte sich um 26,5 Prozent auf 32,7 Mio. Euro und das Ergebnis je Aktie fiel um 79 Prozent auf 0,24 Euro.

Für das Gesamtjahr 2017 erwartet Semperit ein bereinigtes EBIT (ohne positive und negative Sondereffekte) signifikant unter dem bereinigten EBIT des Jahres 2016, das nach Abzug des Ergebnisbeitrages der damaligen thailändischen SSC/Siam Sempermed Corporation Ltd. bei 41 Mio. Euro lag.

Weitere erhebliche Einmalbelastungen im Zusammenhang mit fortlaufenden und potenziell neuen Maßnahmen zur Erhöhung der Rentabilität und Stärkung der Bilanzstruktur seien nicht auszuschließen, heißt es.

Semperit fokussiert sich weiterhin auf organisches Wachstum. Insgesamt sind für heuer Anlageninvestitionen (CAPEX) von rund 80 Mio. Euro (2016: 65 Mio. Euro) vorgesehen.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne