Semperit machte 2015 deutlich mehr Gewinn und Umsatz

Wien - Der börsennotierte Gummi- und Kautschukhersteller Semperit hat 2015 sowohl im Bereich Industrie als auch im Sektor Medizin gut verdient. Positiv wirkten sich der Ausbau der Kapazitäten sowie die Integration des 2015 zugekauften deutschen Profilherstellers Leeser aus. Zwar gingen die Preise zurück, die abgesetzte Menge stieg aber stärker, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 6,6 Prozent auf 914,7 Mio. Euro. Der Gewinn nach Steuern (Periodenüberschuss) legte um 22,6 Prozent auf 46,4 Mio. Euro (37,8 Mio. Euro) zu, der operative Gewinn (EBIT) um 11,6 Prozent auf 71,2 Mio. Euro.

Das Unternehmen schlägt daher eine Dividende von 1,20 Euro vor. Im Vorjahr hatte es zusätzlich zur Basisdividende von 1,10 Euro noch eine Sonderdividende von 4,90 Euro gegeben. Die Ausschüttungsquote wird heuer 53,2 Prozent betragen.

Semperit investierte im abgelaufenen Jahr 71,8 Mio. Euro (nach 67,4 Mio. Euro 2014). Die Eigenkapitalquote ist allerdings nach der Sonderdividende des Vorjahres von 53,7 Prozent auf 38,7 Prozent gefallen. Das Unternehmen sieht sich aber "langfristig optimal finanziert und für unseren weiteren Wachstumskurs sehr gut aufgestellt", Investitionen könnten aus eigener Kraft finanziert werden.

Der Sektor Industrie erwirtschaftete mit 521 Mio. Euro 2015 um 9,1 Prozent mehr Umsatz als 2014. Der operative Gewinn vor Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich um 7,8 Prozent auf 94,9 Mio. Euro. Im Sektor Medizin legte der Umsatz um 3,4 Prozent auf 393,7 Mio. Euro zu. Hier ging das EBITDA um 4,4 Prozent auf 32,1 Mio. Euro zurück.

Für 2016 erwartet Semperit keine wesentliche Veränderung der Marktbedingungen für den Sektor Industrie. Weder in Osteuropa noch in Russland oder China sei eine Belebung der Konjunktur zu erwarten. Die Nachfrage im nicht konjunktursensitiven Sektor Medizin werde sich dagegen stabil entwickeln - das Marktwachstum liege zwischen 5 und 6 Prozent.

In Summe erwartet Semperit für 2016 im Vergleich zu 2015 "eine weitgehend stabile Entwicklung". Im Sektor Industrie gebe es eine anhaltend gute Auftragslage, im Sektor Medizin werde das Unternehmen von der stufenweisen Inbetriebnahme neuer Produktionskapazitäten in Kamunting (Malaysia) profitieren.

Brüssel/Mountain View /Menlo Park (APA/dpa) - Trotz Widerständen aus anderen EU-Ländern will der französische Präsident Emmanuel Macron sein Vorhaben einer Besteuerung von Internet-Giganten vorantreiben. Er setze dabei auch auf die Zusammenarbeit mit Deutschland, sagte Macron beim EU-Gipfel in Brüssel am Freitag. Es sei ein Problem, dass große Internetfirmen in manchen Mitgliedstaaten bisher keine Mehrwertsteuer zahlten.
 

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Macron lässt bei Steuer für Internet-Giganten nicht locker

Peking (APA/Reuters) - Die EU prüft, ob chinesische Firmen Elektro-Fahrräder in Europa nur dank unfairer Beihilfen zu Niedrig-Preisen anbieten können. Die EU-Kommission leitete am Freitag die Untersuchung einer Beschwerde ein, die der Europäische Fahrradhersteller-Verband (EBMA) Anfang Oktober eingereicht hatte.
 

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EU prüft Dumping-Vorwürfe gegen E-Bike-Hersteller aus China

Windhuk (APA) - Der afrikanische Staat Namibia macht ernst mit Airbnb-Vermietern: Melden oder erwischt werden und ins Gefängnis gehen, heißt die neue Losung. Bis zum Jahresende kann man sich noch bei der Tourismus-Regulierungsbehörde anmelden. Der Tourismussektor trägt rund 15 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) des südafrikanischen Landes bei, das etwa bei Safari-Freunden beliebt ist.
 

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Namibia greift bei Airbnb-Vermietern hart durch