Semperit macht mehrere Fabriken dicht, Verlust bis Juni 67,4 Mio Euro

Wien (APA) - Der Gummikonzern Semperit hat seinen Konzernumbau beschleunigt. Nachdem zuletzt bereits Werke in Frankreich und China geschlossen wurden, wird nun um die Schließung bzw. den Verkauf zweier weiterer Werke in Europa verhandelt. Das teilte die Firma am Donnerstag mit. Der Halbjahresverlust nach Steuern lag heuer bei 67,4 Mio. Euro.

Ins Gewicht fielen Wertberichtigungen in der Medizinsparte und hohe Restrukturierungskosten - vor allem bei der Schließung einer Fabrik in China, wo die Produktion im Werk in Shandong an der chinesischen Ostküste bereits gestoppt worden ist.

Wie heute mitgeteilt wurde, wird derzeit der Semperform-Standort Dalheim mit dem Werk Hückelhoven (beide Deutschland) zusammengelegt. In Italien wird ein Verkauf des Semperflex-Standorts Roiter verhandelt.

In der Sparte Medizintechnik (Sempermed) musste Semperit zuletzt eine Abschreibung von 55 Mio. Euro vornehmen. Diese Sparte bleibt laut Vorstand "unsere anspruchsvollste Herausforderung", an der man mit hoher Konzentration arbeite.

Das Management bewertet das Jahr 2018 als "Übergangsjahr". Operativ sei das Ergebnis (auf Basis bereinigtes EBIT) in den ersten sechs Monaten auf das Doppelte angestiegen, obwohl der Umsatz um 2,8 Prozent auf 448,5 Mio. Euro gesunken sei. Wettbewerbs- und Preisdruck haben den Umsatz in der Medizinsparte um 13,4 Prozent gedrückt. Bei Semperflex und Semperform gab es Umsatzzuwächse.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen