Semperit: Sozialplan für Werksschließung in Frankreich

Wien (APA) - Der börsennotierte Gummi- und Kautschukkonzern Semperit ist bei der Schließung eines Werks in Frankreich einen Schritt weiter. Heute hat die französische Tochtergesellschaft mit den Arbeitnehmervertretern "einen Sozialplan im Zusammenhang mit der Schließung der Produktionsstätte im französischen Argenteuil unterzeichnet", teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Wie französische Medien berichten, soll die Produktion bis Jahresende eingestellt werden. Demnach sollen die Spezialfördergurte, auf die das Werk spezialisiert ist, künftig in Polen produziert werden.

Semperit hatte bereits im Juni bekanntgegeben, dass eine Schließung geprüft werde. 64 Mitarbeiter bei der Tochter Sempertrans France Belting Technology (SFBT) sind betroffen. "Die Vereinbarung wird den französischen Arbeitsbehörden zur Genehmigung vorgelegt, die ihre Entscheidung voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei Wochen bekanntgeben werden", so das Unternehmen. Die Gruppe rechnet durch die Sparmaßnahmen mit Einmalbelastungen und außerordentlichen Aufwendungen in der Höhe von über 10 Mio. Euro.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma