Semmering-Basistunnel: Drittes Baulos an Schweizer Marti Tunnelbau

Graz/Mürzzuschlag/Wien - Das dritte große Baulos "Tunnel Grautschenhof" für den Semmering-Basistunnel zwischen dem steirischen Mürzzuschlag und dem niederösterreichischen Gloggnitz ist von den ÖBB an die Bietergemeinschaft Marti GmbH/Marti Tunnelbau AG vergeben worden, hieß es am Montag in einer Aussendung der Bundesbahnen. Das Unternehmen wird den Bauauftrag in der Höhe von 300 Mio. Euro ab Mai in Angriff nehmen.

Der rund 7 Kilometer lange, rein steirische Abschnitt von Mürzzuschlag bis Spital am Semmering wird zuerst über zwei rund 100 Meter tiefe Schächte zu bauen begonnen. Dafür sind zu Beginn Vorbereitungen in Grautschenhof nötig: das Aufstellen von Baucontainern, Lärmschutzwände und eine Gewässerschutzanlage sowie die Vorbereitung der Baustellen-Fläche durch Erdarbeiten. Die Schachtarbeiten werden erst ab Anfang 2017 gestartet. Wenn die Schächte fertig sind, soll mit Baggern und Sprengungen sowohl in Richtung Mürzzuschlag als auch in Richtung Gloggnitz gegraben werden.

Mit dem Baustart für das dritte und damit letzte große Baulos wird der gesamte Semmering-Basistunnel in Bau sein. Den Zuschlag beim EU-weiten Vergabeverfahren erhielt nach dem Bestbieterprinzip die Schweizer Marti Tunnelbau AG in Kooperation mit ihrer Grazer Tochter, der Marti GmbH.

Der Semmering-Basistunnel ist als zweiröhriges Tunnelsystem konzipiert und wird insgesamt rund 27 Kilometer lang. Die Fahrzeit zwischen Wien und Graz soll sich auf zwei Stunden verkürzen, deutlich mehr Fahrgäste werden seitens der ÖBB durch das Projekt erwartet. Die Südstrecke der Eisenbahn soll zum Auto und zum Lkw konkurrenzfähig werden.

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

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Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

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Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

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Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab