Semmering-Basistunnel: Drittes Baulos an Schweizer Marti Tunnelbau

Graz/Mürzzuschlag/Wien - Das dritte große Baulos "Tunnel Grautschenhof" für den Semmering-Basistunnel zwischen dem steirischen Mürzzuschlag und dem niederösterreichischen Gloggnitz ist von den ÖBB an die Bietergemeinschaft Marti GmbH/Marti Tunnelbau AG vergeben worden, hieß es am Montag in einer Aussendung der Bundesbahnen. Das Unternehmen wird den Bauauftrag in der Höhe von 300 Mio. Euro ab Mai in Angriff nehmen.

Der rund 7 Kilometer lange, rein steirische Abschnitt von Mürzzuschlag bis Spital am Semmering wird zuerst über zwei rund 100 Meter tiefe Schächte zu bauen begonnen. Dafür sind zu Beginn Vorbereitungen in Grautschenhof nötig: das Aufstellen von Baucontainern, Lärmschutzwände und eine Gewässerschutzanlage sowie die Vorbereitung der Baustellen-Fläche durch Erdarbeiten. Die Schachtarbeiten werden erst ab Anfang 2017 gestartet. Wenn die Schächte fertig sind, soll mit Baggern und Sprengungen sowohl in Richtung Mürzzuschlag als auch in Richtung Gloggnitz gegraben werden.

Mit dem Baustart für das dritte und damit letzte große Baulos wird der gesamte Semmering-Basistunnel in Bau sein. Den Zuschlag beim EU-weiten Vergabeverfahren erhielt nach dem Bestbieterprinzip die Schweizer Marti Tunnelbau AG in Kooperation mit ihrer Grazer Tochter, der Marti GmbH.

Der Semmering-Basistunnel ist als zweiröhriges Tunnelsystem konzipiert und wird insgesamt rund 27 Kilometer lang. Die Fahrzeit zwischen Wien und Graz soll sich auf zwei Stunden verkürzen, deutlich mehr Fahrgäste werden seitens der ÖBB durch das Projekt erwartet. Die Südstrecke der Eisenbahn soll zum Auto und zum Lkw konkurrenzfähig werden.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet frühestens in rund einem Jahr die nächste Zinserhöhung. Der Leitzins liegt derzeit auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und soll nach den Worten von EZB-Präsident Mario Draghi noch "über den Sommer" 2019 hinaus auf diesem Niveau bleiben.
 

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Draghi: EZB-Zinsen bleiben über Sommer 2019 hinaus auf Rekordtief

München (APA/Reuters) - Siemens baut in der angeschlagenen Kraftwerks-Sparte in Deutschland 500 Arbeitsplätze weniger ab als geplant. Das ist das Ergebnis der monatelangen Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat, wie der Münchner Industriekonzern am Montag verkündete.
 

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Siemens baut in Deutschland 2.900 Stellen ab

Berlin/Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Industrie-Unternehmen in Europa haben die Bedeutung Künstlicher Intelligenz als einen maßgeblichen Schlüssel-Faktor für ihren künftigen Erfolg erkannt. Im Schnitt erwarten die Unternehmen dadurch Umsatzzuwächse von 11,6 Prozent bis 2030, geht aus einer Studie hervor, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) und den Ausrichtern der Konferenz Industry of Things World in Berlin durchgeführt wurde.
 

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Studie: Industrie sieht Künstliche Intelligenz als Schlüssel-Faktor