Seilbahnwirtschaft gegen Zusatzstoffe bei Kunstschnee

Innsbruck (APA) - Nach dem Erkenntnis des Tiroler Landesverwaltungsgerichts (LVwG) Zusatzstoffe für Kunstschnee zu erlauben, hat sich die Seilbahnwirtschaft gegen Zusatzstoffe bei der Beschneiung ausgesprochen. Die Seefelder Bergbahnen, die einen negativen Bescheid beim LVwG bekämpft hatten, würden laut Seilbahnen-Obmann, Abg. Franz Hörl (ÖVP) damit eine rote Linie überschreiten.

Hörl forderte ein Machtwort seitens der Landespolitik. "Wenn schon die Gerichte hier keine Sensibilität haben, dann ist die Politik am Zuge", meinte der Obmann des Fachverbandes der Seilbahnen der Wirtschaftskammer und ÖVP-Wirtschaftsbundchef am Dienstag in einer Aussendung. Seilbahnunternehmen, die Zusatzstoffe anwenden, dürfen keine öffentlichen Mittel, auch keine seitens der Tourismuswerbung, bekommen, verlangte Hörl, der einen Imageschaden für die gesamte Seilbahnwirtschaft befürchtete.

Der Nutzen der Zusatzstoffe stehe laut dem ÖVP-Nationalratsabgeordneten in keiner Relation zum möglichen Schaden. "Wir werden jedenfalls die schwarzen Schafe namhaft machen und überlegen eine Aufstellung jener Skigebiete zu veröffentlichen, die sich an unser selbst auferlegtes Reinheitsgebot halten", so der Seilbahnen-Chef. Eine überwältigende Mehrheit der heimischen Skidestinationen stehe zum Reinheitsgebot, fügte Hörl hinzu.

Die Tiroler Grünen, Regierungspartei im Bundesland, wollen indes eine Vereinbarung der Skigebietsbetreiber erreichen. "Wir wollen, dass in Tirol auch weiterhin ausschließlich mit Wasser in Trinkwasserqualität künstlich beschneit wird", meinte Gebi Mair, Klubobmann der Grünen im Landtag. Alle Tiroler Skigebiete sollten sich verpflichten, auf Zusätze bei der Beschneiung zu verzichten. Die schwarz-grüne Landesregierung selbst habe sich bereits in der vergangenen Regierungsperiode, ebenso wie in der aktuellen politisch gegen die Verwendung von Schneizusätzen festgelegt.

Auch für die Tiroler FPÖ seien Zusatzstoffe im Kunstschnee ökologisch nicht vertretbar. "Das Trinkwasser könnte dadurch verunreinigt werden, bzw. es könnte auch Einfluss auf die Fauna haben", erklärte LAbg. und Tourismussprecher Alexander Gamper. Für ihn stelle sich die Frage nach rechtlichen Rahmenbedingungen für ein generelles Verbot.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte