Seeimmobilien: Land Kärnten schloss sich Ermittlungen an

Klagenfurt/Wien (APA) - Die Kärntner Seeimmobiliengesellschaft SIG hat sich einem Ermittlungsverfahren der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) als Privatbeteiligte angeschlossen. Das sagte Geschäftsführer Reinhard Zechner zur APA. Es geht um einen Immobiliendeal im Jahr 2007. Das Land kaufte damals Seeimmobilien von Bawag und ÖGB. Der Preis war möglicherweise zu hoch.

43 Millionen Euro hatte Kärnten damals gezahlt. Der Bundesrechnungshof stellte 2013 fest, dass die Immobilien am Hafnersee, Maltschacher See und am Ossiacher See zu teuer gekauft worden waren. Die Prüfer sprachen von zehn bis zwölf Millionen Euro Überzahlung. Außerdem kritisierten sie die Maklerprovision, die mit 3,5 Prozent über dem gesetzlichen Maximum von drei Prozent lag. Aufgrund des Rechnungshofberichts leitet die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) Ermittlungen wegen Untreue ein.

Laut einem im Auftrag der SIG tätigen Sachverständigen war der Preis sogar um 22 Millionen Euro zu hoch. Das Gutachten war vor etwa einem Jahr zur Vorbereitung auf mögliche Zivilklagen gegen Gutachter und Verantwortliche des Immobiliendeals erstellt worden. Laut Zechner richten sich die WKStA-Ermittlungen nun auch gegen zwei Sachverständige. "Wir haben uns als Privatbeteiligte angeschlossen." Der SIG-Geschäftsführer geht davon aus, dass es darüber hinaus aber noch Ansprüche an andere Personen gibt. "Das wird sich aber erst konkretisieren." Mit dem Privatbeteiligtenanschluss hat die SIG nun jedenfalls Akteneinsicht bei der WKStA.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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