Sechs Interessenten für kroatische Erdöl- und Gasfelder in der Adria

(APA) - In Kroatien haben sich sechs Interessenten für die Förderung von Erdöl und Erdgas in der Adria gemeldet. Die Ausschreibung für die Vergabe von Lizenzen für insgesamt 29 Felder an der kroatischen Küste wurde im April diesen Jahres eröffnet und endete am Montag. Die Auswahl der Bestbieter soll in den kommenden zwei Monaten erfolgen. Die ersten Verträge sollen Anfang 2015 unterschrieben werden.

Die sechs Unternehmen zeigten laut Wirtschaftsminister Ivan Vrdoljak Interesse für 15 der 29 Felder, die zwischen 1.000 und 1.600 Quadratkilometer groß sind. Ende des vergangenen Jahres führte die norwegische Firma Spectrum im Auftrag der kroatischen Regierung seismische Messungen des Meeresgrundes durch und stellte Vorkommen der fossilen Brennstoffe fest. Über die Größe der Vorkommen gab es keine Auskunft. Das sollen unter anderem auch die Lizenznehmer erforschen.

Das Interesse an den Messdaten war laut kroatischen Medienberichten jedenfalls enorm. Mehr als 40 namhafte Konzerne nahmen Einblick in die Dokumentation, etwa die Hälfte kaufte die Daten auch. Als Interessenten wurden bisher Shell, Exxon oder Enel genannt. Die OMV enthielt sich auf APA-Anfrage des Kommentars. Das Wirtschaftsministerium und die Kohlenwasserstoff-Agentur AZU gaben am Montag keine Namen bekannt.

AZU-Chefin Barbara Doric sagte laut der kroatischen Nachrichtenagentur Hina, dass es noch eine zweite Ausschreibung für die Off-Shore-Felder geben werde. Derzeit läuft auch eine Ausschreibung für Erdöl- und Gasfelder auf dem Festland.

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

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EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

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Trump könnte 144 Jahre altes Postabkommen mit China beenden

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

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Grasser-Prozess - "Wird alles etwas schwierig zu erklären"