Sechs EU-Staaten verzeichnen Handelsdefizit mit den USA

Brüssel/Luxemburg (APA/AFP) - Wenn US-Präsident Donald Trump sich über unfaire Handelspraktiken der Europäer beschwert, hat er meist Deutschland im Visier. Das hat einen Grund: Die deutsche Wirtschaft steht für mehr als die Hälfte des Exportüberschusses der EU im Warenhandel mit den Vereinigten Staaten. Sechs EU-Staaten haben sogar ein Defizit und führen mehr Waren aus den USA ein als sie dorthin exportieren.

Der Exportüberschuss der EU mit den USA belief sich im vergangenen Jahr auf 120,8 Mrd. Euro, wie die Statistikbehörde Eurostat Mitte Februar mitteilte. Dies waren nochmals 7,7 Mrd. Euro mehr als 2016.

Nach von Eurostat bereitgestellten Daten zu den einzelnen Mitgliedstaaten steuerte Deutschland 66,4 Mrd. Euro zu dem Außenhandelsplus bei. Dies waren 55 Prozent des gesamten EU-Exportüberschusses. An zweiter Stelle folgte Italien mit einem Überschuss von 25,5 Mrd. Euro, Platz drei belegte Irland mit einem Plus von 18,7 Mrd. Euro.

Am anderen Ende stehen sechs der 28 EU-Länder, die teils hohe Handelsdefizite mit den USA haben. An der Spitze befinden sich die Niederlande, wo die Importe aus den Vereinigten Staaten um 14,3 Mrd. Euro höher lagen als die Exporte dorthin. Die weiteren Defizit-Länder sind Belgien (6,9 Mrd. Euro), Großbritannien (1,9 Mrd. Euro), Luxemburg (779,1 Mio. Euro), Malta (92,7 Mio. Euro) und Zypern (34,9 Mio. Euro).

Leverkusen/St. Louis (APA/dpa) - Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer kann mit der Integration des übernommenen US-Saatgutunternehmens Monsanto beginnen. Mit dem nun vollzogenen Verkauf von Geschäftsteilen an den deutschen Konkurrenten BASF sind die Voraussetzungen erfüllt, wie Bayer am Donnerstag mitteilte. Bayer ist bereits seit dem 7. Juni alleiniger Eigentümer von Monsanto.
 

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Bayer beginnt mit Monsanto-Integration

New York/Palo Alto (Kalifornien) (APA/Reuters) - Tesla-Chef Elon Musk und seinem Unternehmen drohen nach Einschätzung von Rechtsexperten keine drakonischen Strafen für die womöglich voreilige Ankündigung eines Börsenabschieds per Twitter.
 

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Experten - Tesla-Chef kann auf Milde der Börsenaufsicht hoffen

Wolfsberg (APA) - Das australische Unternehmen European Lithium, das auf der Koralpe im Süden Österreichs Lithium abbauen möchte, ist auf Investorensuche. Die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft (AG) und ein Listing im amtlichen Handel an der Wiener Börse seien geplant, hieß es in einer Aussendung am Donnerstag. Seit Oktober 2017 notiert European Lithium bereits am Dritten Markt der Wiener Börse.
 

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European Lithium will in amtlichen Handel an Wiener Börse