Schwere Korruptionsvorwürfe gegen Unaoil aus Monaco

Die Ölfirma mit Sitz in Monaco soll laut Medienberichten in einen Mega-Korruptionsskandal verwickelt sein, in den auch weitere international Unternehmen verwickelt sind. Zehntausende interne Dokumente wurden Medien zugespielt. Es kam bereits zu Vernehmungen und Hausdurchsuchungen.

Monte Carlo/Wien. Rund um die in Monaco beheimatete aber auf den Virgin Islands registrierte Firma Unaoil vermuten die Behörden des Fürstentums Monaco einen gewaltigen Korruptionsskandal, in den auch zahlreiche Firmen aus anderen Ländern verwickelt seien, hieß es in einer Erklärung. Mehrere leitende Mitarbeiter der Firma seien vernommen, ihre Wohnungen durchsucht worden.

"Diese Durchsuchungen und Vernehmungen fanden in Anwesenheit britischer Behördenvertreter im Zusammenhang mit einem riesigen Korruptionsskandal statt", hieß es in der Mitteilung. Eine Unaoil-Sprecherin sagte, man wolle sich zunächst nicht dazu äußern.

Aufgebracht haben die Affäre die Huffington Post und die australische Fairfax Media. Nach deren Informationen haben das U.S. Department of Justice und die Anti-Korruptionsbehörden in Großbritannien und Australien gemeinsame Untersuchungen gegen Unaoil eingeleitet.

Nach Angaben der Huffington Post sollen Unaoil und ihre Subfirmen ausländische Funktionäre bestochen haben, um großen internationalen Ölfirmen Verträge zu sichern. Das gehe aus zehntausenden internen Dokumenten der Firma hervor. Huffington Post und die Fairfax Media haben nach eigenen Angaben diese Dokumente, die meist aus den Jahren 2003 bis 2012 stammen, zugespielt bekommen. Die Informanten hätten kein Geld gewollt, sondern sich gewünscht, dass "einige der wohlhabendsten und einflussreichsten Persönlichkeiten in Regierungen und Firmen weltweit wegen Korruptheit bloßgestellt werden".

Unaoil werde von der aus dem Iran stammenden Ahsani-Familie kontrolliert, so die Huffington Post. Die ersten Geschichten der beiden Medien beschuldigen namentlich genannte hohe Würdenträger im Irak der Korruption. Zugleich kündigen sie weitere Enthüllungen an.

Frankfurt/Ludwigshafen (APA/Reuters) - BASF spricht über eine Fusion seiner Öl- und Gas-Tochter Wintershall mit der vom russischen Milliardär Michail Fridman kontrollierten Dea AG. BASF würde die Aktienmehrheit an einem fusionierten Unternehmen halten, teilte der deutsche Konzern am Freitag mit. Mittelfristig sei ein Börsengang des Gemeinschaftsunternehmens eine Option.
 

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BASF spricht über Fusion der Tochter Wintershall mit Dea

Frankfurt (APA/Reuters) - Eine neue Vorschrift zur Bilanzierung droht die Banken zu belasten. Basierend auf Informationen direkt überwachter Geldhäuser, die besser auf die Umstellung vorbereitet seien, betrage die negative Auswirkung auf die harte Kernkapitalquote (CET 1) im Schnitt geschätzte 40 Basispunkte, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag mit.
 

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EZB - Neue Bilanzierungsregel knabbert Banken-Kapitaldecke an

Bonn/Frankfurt (APA/dpa) - Die Preisexplosion für innerdeutsche Flugtickets nach der Air-Berlin-Pleite ruft das deutsche Bundeskartellamt auf den Plan. Die Wettbewerbsbehörde hat entschieden, die Preise beim Branchenprimus, der AUA-Mutter Lufthansa, zu prüfen.
 

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Deutsches Kartellamt prüft Lufthansa-Preise nach Air-Berlin-Pleite