Schweizer Supermarktkette Migros baut Stellen ab

Zürich (APA/awp/sda) - Der Schweizer Einzelhandelskonzern und Supermarkt-Betreiber Migros krempelt seine Verwaltung um. Damit einher geht ein Stellenabbau in den nächsten drei Jahren. Davon sollen rund 290 Vollzeitstellen betroffen sein, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

Der Migros-Genossenschafts-Bund (MGB) werde seine Organisation und die internen Abläufe in den zentralen Verwaltungsbereichen vereinfachen, teilte Migros in einer Aussendung mit: "Leider lässt sich eine Kündigung von 70 Arbeitsstellen dennoch nicht vermeiden."

Zudem habe man seit Jahresbeginn bereits 70 Jobs durch natürliche Fluktuation abgebaut, weil Leute gegangen seien. Überdies könne ein wesentlicher Teil des Abbaus durch frühzeitige Pensionierungen und Arbeitszeitkürzungen aufgefangen werden, hieß es weiter.

Für den Fall von Kündigungen wurde zwischen dem MGB und den internen und externen Sozialpartnern gemeinsam ein Sozialplan erarbeitet, um die Auswirkungen abzufedern. Ziel sei es, für die betroffenen Mitarbeitenden nach Möglichkeit innerhalb der Migros-Gruppe eine neue Anstellung zu finden. Überdies sehe der Sozialplan bei Bedarf weitreichende Unterstützungsleistungen vor.

Mit der Restrukturierung will der MGB der Verlagerung des Einzelhandels von den Läden ins Internet sowie der zunehmenden Konkurrenz durch internationale Online-Anbieter die Stirn bieten.

Im vergangenen Jahr erlitt der Handelsriese trotz einem Rekordumsatz einen Gewinneinbruch um knapp ein Viertel auf 503 Millionen Franken. Letztmals tiefer war der Reingewinn im Jahre 2003 mit 372 Mio. Franken (321,9 Mio. Euro) gewesen.

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