Schweizer Schmolz+Bickenbach verkauft Vertriebseinheit in Österreich

Emmenbrücke - Der Schweizer Stahlkonzern Schmolz+Bickenbach (S+B) verkauft Vertriebseinheiten in Österreich, Deutschland, Belgien und den Niederlanden an den französischen Stahlvertreiber Jacquet Metal Service. Der Kaufpreis beträgt 88,6 Mio. Euro.

Die zu verkaufenden Einheiten würden überwiegend werksfremde Produkte vertreiben, begründete S+B am Montag den Verkauf. Deshalb würden sie nicht mehr zur Ausrichtung des Konzerns passen, welcher vor allem eigene Stahlprodukte herstellt und vertreibt.

Die Vertriebseinheiten hätten 2014 einen Umsatz von rund 600 Mio. Euro erzielt und rund 1.000 Angestellte beschäftigt, hieß es in der Mitteilung. Der Marktwert werde zum Stichtag des 30. April festgelegt. Er werde S+B voraussichtlich im dritten Quartal 2015 in bar zufließen.

In Österreich unterhält Schmolz + Bickenbach laut Homepage ein Vertriebsbüro in Wien und ein Logistikcenter in Inzersdorf.

Wegen des Verkaufs werde Schmolz+Bickenbach Wertberichtigungen und Rückstellungen in der Höhe von 120 bis 140 Mio. Euro vornehmen, teilte der Stahlkonzern weiter mit.

Schmolz+Bickenbach hatte die Einheiten bereits im vergangenen Jahr zum Verkauf angeboten, aber offenbar keinen Interessenten gefunden, der ein akzeptables Offert gemacht hätte. Daraufhin wurde der Verkaufsprozess im Dezember eingestellt.

Vor rund zwei Wochen gab das Unternehmen dann bekannt, dass es sich mit Jacquet Metal Service in Verhandlungen befinde. Der französische Konzern wird mit dem Zukauf zum wichtigsten Vertreiber von Stahlprodukten für die Werkzeugmaschinen- und Automobilindustrie.

S+B hat 2014 erstmals seit drei Jahren wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der Gewinn betrug im vergangenen Jahr 50 Mio. Euro und der Umsatz 3,34 Mrd. Euro. Der nun angekündigte Verkauf wurde an der Börse gut aufgenommen: Der Aktienkurs von S+B stieg im frühen Handel um 4,4 Prozent.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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