Schweizer Privatbank EFG will Rivalen BSI schlucken

In der Schweiz bahnt sich ein milliardenschwerer Zusammenschluss in der Vermögensverwaltungsbranche an. EFG International verhandelt mit der brasilianischen BTG Pactual exklusiv über eine Übernahme ihrer Schweizer Privatbankentochter BSI, wie EFG heute, Freitag, mitteilte. Die Investmentbank BTG bestätigte dies. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen.

Zuvor hatte Reuters von zwei mit der Transaktion vertrauten Personen erfahren, dass das Geschäft bereits kommende Woche angekündigt werden könnte. Geht der Deal zwischen den beiden etwa gleich großen Instituten tatsächlich über die Bühne, entsteht das fünftgrößte Unternehmen der Branche in der Schweiz mit verwalteten Vermögen von zusammen rund 170 Mrd. Franken (154,15 Mrd. Euro).

Der Preis stehe noch nicht fest, doch insgesamt könnte BSI mit bis zu 1,6 Mrd. Dollar (1,4 Mrd. Euro) bewertet werden, sagte einer der Insider. Die gegenwärtigen Pläne sähen vor, dass BTG einen Anteil von 20 bis 30 Prozent an der neuen Gesellschaft halten werde. Einen Teil des Verkaufserlöses sollen die Brasilianer aber in bar erhalten. BTG Pactual hatte den Verkauf von BSI eingeleitet, nachdem ihr Gründer Andre Esteves im November in Zusammenhang mit einer Korruptionsuntersuchung verhaftet worden war. Mit dem Verkauf von Unternehmensteilen will BTG Schulden abbauen.

Nach Aussagen des zweiten Insiders spricht EFG derzeit mit der Schweizer Finanzmarktaufsicht über die Auswirkungen eines Zusammenschlusses. BSI ist der größte Arbeitgeber im italienischsprachigen Kanton Tessin. BSI wollte sich vorerst nicht äußern. Mehrheitsaktionär von EFG ist die griechisch-schweizerische Reeder-Familie Latsis.

Die Zahl der Banken in der Schweiz schrumpft seit Jahren. Steigende Kosten für die Informatik und die Einhaltung der strengeren Regeln der Aufseher verschlingen so viel Geld, dass viele Institute nicht mehr genügend rentabel betrieben werden können. Größe ist von Vorteil, weil damit die Kosten auf mehr Kunden verteilt werden können. EFG verfügt über eine Infrastruktur, die auf wesentlich mehr Kundengelder ausgerichtet ist. "Mit gut 80 Milliarden Franken verwalteten Vermögen bräuchte EFG in der Tat einen Deal, der sie in einem Aufwasch auf eine andere Größenstufe führen würde", erklärte ZKB-Analyst Michael Kunz. An der Börse legte EFG 2,6 Prozent zu.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro