Schweizer Notenbank intervenierte 2015 mit 86 Milliarden Franken

Die Schweizer Notenbank (SNB) hat massiv am Devisenmarkt interveniert. Größter Teil der Devisen wurde im Jänner gekauft. Der SNB-Chef hat im Vorjahr mit 1,15 Millionen Franken etwas mehr verdient als 2014.

Zürich/Bern. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat den aus ihrer Sicht überbewerteten Franken im vergangenen Jahr mit massiven Interventionen am Devisenmarkt geschwächt. Insgesamt habe die SNB Devisen im Umfang von 86,1 Mrd. Franken (79 Mrd. Euro) erworben, teilte die Zentralbank in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht mit. Der weitaus größte Teil der Devisenkäufe entfiel auf den Jänner.

Wenn die SNB Fremdwährungen wie etwa Euro oder Dollar kauft, drückt sie damit den Franken-Kurs. Solche Interventionen sind neben den bestehenden Negativzinsen von minus 0,75 Prozent ein wichtiges Instrument der Währungshüter, um eine weitere konjunkturschädliche Aufwertung des Franken zu verhindern. Den Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken hatte die SNB Anfang 2015 aufgegeben. 1 Euro notiert derzeit bei 1,09 Franken.

SNB-Präsident Thomas Jordan erhielt im vergangenen Jahr 1,15 Mio. Franken Lohn - die Sozialbeiträge seines Arbeitgebers mit eingerechnet. Im Jahr davor waren es 1,14 Mio. Franken.

Brüssel (APA) - Die Staatssekretärin im Innenministerium, Karoline Edtstadler, (ÖVP) hat am Montag bei einer von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) in Brüssel veranstalteten Konferenz zu Cybersecurity, betont, es sei eine Pflicht, das entsprechende EU-Gesetzespaket bis Jahresende abzuschließen. OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny erklärte, dass es wöchentlich Cyberattacken auf österreichische Banken gebe.
 

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Edtstadler will EU-Cybersecurity-Paket heuer abschließen

Washington (APA/dpa) - Im eskalierenden Handelsstreit der USA mit vielen Ländern der Welt haben die Vereinigten Staaten nun ihrerseits Beschwerde bei der Welthandelsorganisation (WTO) eingelegt. Diese richte sich gegen die Vergeltungszölle, die China, die Europäische Union, Kanada, Mexiko und die Türkei als Reaktion auf US-Sonderzölle auf Aluminium und Stahlimporte einführten.
 

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USA legen Beschwerde bei WTO gegen Strafzölle ein

Moskau/Kiew (APA) - Der italienische Innenminister Matteo Salvini hat die EU aufgerufen, den Sanktionen gegen Russland ein Ende zu setzen. Es sei nicht auszuschließen, dass Italien die zum Jahresende anstehende Verlängerung der Sanktionen gegen Russland durch sein Veto stoppen werde, sagte Salvini bei einer Pressekonferenz im Rahmen seines Besuchs in Moskau am Montag.
 

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Salvini droht mit Veto gegen Verlängerung der Russland-Sanktionen