Schweizer Kantonalbanken erhöhten Gewinn - Zinserträge fast stabil

Basel - Die 24 Schweizer Kantonalbanken haben nach Angaben ihres Verbandes ein gutes Geschäftsjahr hinter sich. Sie erwirtschafteten zusammen einen Reingewinn von 2,7 Mrd. Franken (2,6 Mrd. Euro), leicht mehr als 2013. Trotz tiefer Zinsen war der Erlös aus dem Zinsgeschäft fast so hoch wie im Vorjahr.

Der Reingewinn der Kantonalbanken stieg um 0,8 Prozent, wie der Verband der Schweizerischen Kantonalbanken (VSKB) am Dienstag mitteilte. Der aggregierte Betriebsertrag sank um 3 Prozent auf 8,3 Mrd. Franken, der Bruttogewinn um 5,2 Prozent auf 3,9 Mrd. Franken.

Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste verbuchten die Banken im Umfang von insgesamt 223,8 Mio. Franken. Das waren um 59,7 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 5,4 Prozent auf 541,5 Mrd. Franken.

Die historisch tiefen Zinsen drückten die Margen im Zinsgeschäft, schrieb der Verband. Vor allem für Retailbanken seien die Herausforderungen groß. Dennoch konnten die Kantonalbanken den Gewinn von 2013 praktisch halten: Ihr Erfolg aus dem Zinsgeschäft betrug 5,3 Mrd. Franken. Das waren 0,8 Prozent weniger als 2013.

Das Zinsgeschäft - das Ausleihen von Geld an Kunden für Hypotheken oder Kredite - entsprach rund 64 Prozent des Betriebsertrages. Es war damit die wichtigste Einnahmequelle der Kantonalbanken.

Einen Rückgang von zusammen 1,6 Prozent auf noch rund 2 Mrd. Franken mussten die Kantonalbanken im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft hinnehmen. Und die Erträge aus dem Handelsgeschäft sanken um 10 Prozent auf 734 Mio. Franken.

Die Kantonalbanken liehen 2014 mehr Geld aus als im Vorjahr. Die Ausleihungen beliefen sich auf zusammen 388 Mrd. Franken, was einer Zunahme um 4,6 Prozent entsprach. Das Volumen der Hypotheken stieg um 3,9 Prozent auf 330 Mrd. Franken. Der VSKB sprach von einer "soliden Zunahme".

Den Betriebsaufwand senkten die Kantonalbanken um 1 Prozent auf rund 4,4 Mrd. Franken. Dank viel Ausgabendisziplin hätten die tieferen Erträge zum Teil ausgeglichen können. Die gesamten Personalkosten als größte Position senkten die Banken um 1,3 Prozent auf rund 2,9 Mrd. Franken.

Vom Gewinn der Kantonalbanken profitieren die Kantone und Gemeinden als Eigentümer. Insgesamt 1,4 Mrd. Franken flossen aus den Banken in ihre Kassen, wie der VSKB schrieb. Für das laufende Jahr rechnen die Kantonalbanken größtenteils mit rückläufigen Ergebnissen.

Wegen der von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) beschlossenen Negativzinsen bleibe das Marktumfeld anspruchsvoll, schrieb ihr Verband. Und eine Trendwende bei den Zinsen im Geld- und Kapitalmarkt sei nicht absehbar.

Hannover (APA/dpa) - Die Netzbetreiber Tennet, Gasunie und Thyssengas wollen die Speicherung von erneuerbaren Energien in Gasnetzen vorantreiben. Zur großindustriellen Nutzung der sogenannten Power-to-Gas-Technologie ("Strom zu Gas") wollen sie daher eine 100 Megawatt (MW) starke Anlage in Ostfriesland bauen, wie eine Tennet-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
 

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Ökostrom zu Gas - Deutsche Netzbetreiber planen 100-MW-Anlage

Berlin/Hannover (APA/Reuters/dpa-AFX) - Eine Häufung von Groß- und anderen Schäden bei Industriekunden zwingt den Versicherer Talanx zur Senkung seiner Gewinnprognose. Talanx geht für 2018 nun von einem Ergebnis von rund 700 Mio. Euro aus, teilte die Nummer drei unter den deutschen Versicherungskonzernen am Montagabend in Hannover mit. Das wären 150 Millionen weniger als bisher geplant.
 

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Industrie-Großschäden machen Versicherer Talanx zu schaffen

Thun (APA/awp/sda) - Der kriselnde Schweizer Solarzulieferer Meyer Burger unterzieht sich erneut einer Restrukturierung. Das Unternehmen verlagert einen wesentlichen Teil seiner weltweiten Vertriebs- und Servicefunktionen für Standard-Photovoltaik-Lösungen von Europa nach Asien, insbesondere nach China. Dies kostet erneut Stellen.
 

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Schweizer Solarzulieferer verlagert nach Asien, streicht Jobs