Schweizer Baukonzern Implenia mit starkem Wachstum im ersten Halbjahr

Dietlikon (APA/awp/sda) - Das Schweizer Bauunternehmen Implenia hat in der ersten Jahreshälfte 2018 ein starkes Wachstum verbucht. Zudem schrieb das Unternehmen auch wieder schwarze Zahlen, nachdem im Vorjahr unter anderem wegen der Niederlage im juristischen Streit um das Stadion Letzigrund rote Zahlen resultiert hatten.

Implenia hat in den ersten sechs Monaten einen Umsatz von 2,12 Mrd. Franken (1,9 Mrd. Euro) erzielt und damit um rund 26 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Betriebsgewinn (EBIT) der Geschäftsbereiche - ohne Berücksichtigung von Amortisationskosten für bei der Übernahme der deutschen Biflinger erworbene immaterielle Vermögenswerte - lag bei 29,5 Mio. Franken. Im Vorjahr war Implenia hier mit 0,1 Millionen Franken nur knapp über der Gewinnschwelle.

Insgesamt, das heißt unter Einbeziehung aller Amortisations- und Konzernkosten, erreichte Implenia ein operatives Ergebnis von 18,1 Mio. Franken. Auf diese Ebene hatte vor einem Jahr noch ein Halbjahres-Fehlbetrag von 9,6 Mio. Franken zu Buche geschlagen.

Unter dem Strich resultierte ein Konzernergebnis von 8,9 Mio. Franken, nach minus 11,9 Millionen im Vorjahr. Damals hatte auch das anhängige Verfahren zum Stadion Letzigrund zu dem Fehlbetrag geführt.

Mit dem Resultat hat Implenia die Erwartungen der Analysten beim Umsatz und EBIT klar übertroffen, beim Konzerngewinn jedoch verfehlt. Experten hatten einen Umsatz von 1,89 Mrd. Franken, einen EBIT vor Sonderkosten von 20,7 Mio. Franken sowie ein Konzernergebnis von 12,4 Mio. Franken erwartet.

In der Schweiz wuchs der Umsatz im klassischen Baugeschäft um 13,2 Prozent auf 1,20 Mrd. Franken und das Spartenergebnis war mit einem EBIT von 10,2 Mio. Franken - anders als im ersten Halbjahr 2017 - auch wieder positiv. Für das Geschäftssegment Development, das Bauentwicklungsprojekte wie die Planung, die Überbauung und die Vermarktung ganzer Areale umfasst, vermeldete Implenia einen Spartengewinn von 23,1 Mio. Franken.

Ein Großteil des Wachstums von Implenia ist jedoch auf die Aktivitäten außerhalb der Schweiz zurückzuführen. Das Unternehmen schrieb zwar, dass das Segment International die Erwartungen noch nicht erfüllt und der Turnaround in Norwegen deutlich mehr Zeit beanspruche als ursprünglich erwartet. So wurde für das Geschäftsfeld ein Umsatzwachstum von 35,3 Prozent auf 732 Mio. Franken und ein Betriebsverlust von 13,2 Mio. Franken ausgewiesen, wobei beim Umsatzplus auch noch der Umstand wirkte, dass 2018 erstmals das Geschäft in Deutschland von Beginn weg in die Rechnung einfloss.

Positiv sind die Zahlen im Geschäft mit Großprojekten wie Tunnelbauten, die im Segment Infrastructure ausgewiesen werden. Mit diesem kam Implenia auf einen Umsatz von 361 Mio. Franken und einen Betriebsgewinn von 9,3 Mio. Franken. Das entspricht einem Umsatzplus von 40,7 Prozent und einem Ergebnisplus von gegen 70 Prozent.

Der positive Geschäftsgang mit Großprojekten dürfte zudem weiter anhalten. Mit Blick auf den Brückeneinsturz in Genua sieht Implenia-Chef Anton Affentranger europaweit einen Investitionsstau im Bereich Infrastruktur, wie er an einer Medienkonferenz ausführte. In den Ländern, in denen Implenia tätig ist, gebe es etwa in Deutschland hohen Bedarf. Derzeit arbeite Implenia an zwei Brücken-Revisions-Projekten, eines in Köln und eines in Stockholm.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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