Schweizer Aufsicht wirft Raiffeisen-Bankgruppe schwere Mängel vor

Zürich (APA/Reuters) - Die Schweizer Bankenaufsicht FINMA hat der Raiffeisen-Bankengruppe schwerwiegende Mängel in der Unternehmensführung vorgeworfen und Maßnahmen angeordnet. "Die FINMA stellt fest, dass die Bank Interessenskonflikte ungenügend gehandhabt hat", erklärte die Behörde am Donnerstag. "Zudem hat der Verwaltungsrat der Bank die Aufsicht über den ehemaligen CEO vernachlässigt."

Die Behörde konstatierte bei dem Institut aus St. Gallen eine "schwere Verletzung der aufsichtsrechtlichen Bestimmungen".

Die FINMA ordnete unter anderem an, dass sich der Verwaltungsrat der Bank erneuern und fachlich verstärken muss. Zudem muss Raiffeisen die Vor- und Nachteile einer Umwandlung von einer Genossenschaft in eine Aktiengesellschaft vertieft prüfen, "da Rechtsform und Gruppenstruktur einen erheblichen Einfluss auf die Anforderungen in Sachen Corporate Governance haben."

Raiffeisen erklärte, die FINMA-Verfügung anzuerkennen und Verbesserungsmaßnahmen eingeleitet zu haben.

Der langjährige ehemalige Schweizer Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz war am Mittwoch nach mehr als drei Monaten aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Die Zürcher Staatsanwaltschaft hatte ein Strafverfahren gegen Vincenz wegen möglicher Interessenskonflikte eingeleitet. Im Zuge dieser Untersuchung hatte auch Raiffeisen Strafanzeige gegen ihren ehemaligen Chef eingereicht.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte