Schweizer Aufsicht wirft Raiffeisen-Bankgruppe schwere Mängel vor

Zürich (APA/Reuters) - Die Schweizer Bankenaufsicht FINMA hat der Raiffeisen-Bankengruppe schwerwiegende Mängel in der Unternehmensführung vorgeworfen und Maßnahmen angeordnet. "Die FINMA stellt fest, dass die Bank Interessenskonflikte ungenügend gehandhabt hat", erklärte die Behörde am Donnerstag. "Zudem hat der Verwaltungsrat der Bank die Aufsicht über den ehemaligen CEO vernachlässigt."

Die Behörde konstatierte bei dem Institut aus St. Gallen eine "schwere Verletzung der aufsichtsrechtlichen Bestimmungen".

Die FINMA ordnete unter anderem an, dass sich der Verwaltungsrat der Bank erneuern und fachlich verstärken muss. Zudem muss Raiffeisen die Vor- und Nachteile einer Umwandlung von einer Genossenschaft in eine Aktiengesellschaft vertieft prüfen, "da Rechtsform und Gruppenstruktur einen erheblichen Einfluss auf die Anforderungen in Sachen Corporate Governance haben."

Raiffeisen erklärte, die FINMA-Verfügung anzuerkennen und Verbesserungsmaßnahmen eingeleitet zu haben.

Der langjährige ehemalige Schweizer Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz war am Mittwoch nach mehr als drei Monaten aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Die Zürcher Staatsanwaltschaft hatte ein Strafverfahren gegen Vincenz wegen möglicher Interessenskonflikte eingeleitet. Im Zuge dieser Untersuchung hatte auch Raiffeisen Strafanzeige gegen ihren ehemaligen Chef eingereicht.

Ankara (APA/Reuters) - Die türkische Regierung hat vor den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 24. Juni ihre Ausgaben hochgefahren. Dadurch wuchs das Budgetdefizit in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um 78 Prozent auf umgerechnet rund 3,7 Mrd. Euro (20,5 Mrd. Lira), wie aus den am Montag veröffentlichten offiziellen Daten hervorgeht.
 

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Türkisches Staatsdefizit stieg vor Wahlen kräftig - Mehr Ausgaben

Vilnius (APA/Reuters) - Die EZB wird nach Einschätzung von Litauens Notenbankchef Vitas Vasiliauskas möglicherweise im Herbst 2019 erstmals seit Jahren ihre Zinsen straffen. "Da es traditionell keine Sitzung im August gibt, ist es offensichtlich, dass wir über September, Oktober sprechen könnten", sagte das EZB-Ratsmitglied am Montag vor Journalisten. "Ich würde sagen, es geht in Richtung Herbst."
 

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EZB-Notenbanker hält Zinserhöhung im Herbst 2019 für möglich

Wien (APA) - Die ÖVP/FPÖ-Regierung will den lebenslangen Rücktritt von Lebensversicherungen im Fall von falscher oder fehlender Belehrung um einiges unattraktiver machen. Betroffene sollen bereits 2019 deutlich weniger Geld herauskommen. Die Arbeiterkammer und die Liste Pilz kritisieren den schwarz-blauen Vorstoß.
 

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AK-Kritik: Regierung macht Versicherungsrücktritt unattraktiver