Schweiz versteigert wegen TV-Kameras weniger Mobilfunkfrequenzen

Bern (APA/awp/sda) - Bei der anstehenden Mobilfunkversteigerung in der Schweiz kommen wegen moderner TV-Kameras weniger Frequenzen unter den Hammer als ursprünglich geplant. Weil diese Funkkameras unter anderem des Schweizer Fernsehens bei der Übertragung von Großanlässen auf Frequenzen von 3,41 bis 3,5 Gigahertz (GHz) senden, stehen weniger Frequenzen für die neue Mobilfunktechnologie 5G zur Verfügung.

Das Problem hätte man nicht mit zeitlich beschränkten Ausnahmen lösen können, sagte der Präsident der Eidgenössischen Kommunikationskommission Comcom, Stephan Netzle, am Freitag vor den Medien in Bern. Der Aufwand wäre den Mobilfunkanbietern Swisscom, Sunrise und Salt zu groß geworden.

Denn eine TV-Kamera in einem Helikopter, welche beispielsweise das Radrennen Tour de Suisse überträgt, würde den Mobilfunk über Dutzende Kilometer stören. Und den Handykunden zu sagen, sie müssten vorübergehend auf 5G verzichten, sei schwer vermittelbar, sagte ein Spezialist im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP.

Die Comcom werde mit den TV-Sendern nun Gespräche aufnehmen. Ziel sei es, bis voraussichtlich in drei Jahren diese Frequenzen auch den Mobilfunkbetreibern zur Verfügung zu stellen. Wie diese Frequenzen von 3,41 bis 3,5 GHz dann vergeben werden, sei noch nicht bestimmt, sagte der Comcom-Präsident.

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