Schweiz erhält 220 Millionen Franken aus Swissair-Darlehen zurück

Der Schweizer Insolvenzverwalter genehmigte Antrag 14 Jahren nach der Pleite der Airline. Der Bund schoss ursprünglich 1,15 Mrd. Franken zu, um das Unternehmen damals vor der Pleite zu retten.

Frankfurt. Der Schweizer Bund erhält nach dem Grounding der ehemaligen Swissair 220 Mio. Franken (198,7 Mio. Euro) seines Darlehens zurück. Der Insolvenzverwalter stimmte nach 14 Jahren einem entsprechenden Antrag der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) zu.

Der Schweizer Bund hatte der Swissair nach deren Grounding im Oktober 2001 ein Darlehen über 1,15 Mrd. Franken zur Aufrechterhaltung des Flugbetriebs gewährt. Die EFK hatte die Verwendung dieser Mittel schon seit Jahren bemängelt, wie sie in ihrem am Montag veröffentlichten Jahresbericht schrieb.

Durch eine detaillierte Überprüfung der Abrechnung habe sie aufzeigen können, dass die Gelder "teilweise nicht für denjenigen Zweck eingesetzt wurden, den der Bund seinerzeit bestimmt hatte". Der Insolvenzverwalter habe diesen Einwänden nun zugestimmt. Dem Schweizer Bund würden deshalb aus der Konkursmasse der Swissair 220 Mio. Franken seines Darlehens zurückerstattet.

Nach der Swissair-Pleite entstand die heutige Swiss International Air Lines, die mittlerweile wie die Austrian Airlines (AUA) zum deutschen Lufthansa-Konzern gehört.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro