Schweiz schrammt trotz Franken-Stärke an Rezession vorbei

Die Schweizer Wirtschaft hat sich im zweiten Quartal besser entwickelt als erwartet. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) stieg im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent, teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) heute, Freitag, mit.

Zum Wachstum beigetragen hätten vor allem der Außenhandel, die Konsumausgaben der privaten Haushalte und des Staates sowie Ausrüstungsinvestitionen. Im Vorquartal war die Wirtschaft um 0,2 Prozent geschrumpft.

Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal gab es einen BIP-Anstieg von 1,2 Prozent. Im Jahr 2014 hatte die Schweizer Wirtschaft um 1,9 Prozent zugelegt. Volkswirte hatten nach der Abkehr vom Euro-Mindestkurs und der darauffolgenden schockartigen Franken-Aufwertung für das zweite Quartal im Schnitt einen BIP-Rückgang von 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal prognostiziert und 0,9 Prozent Wachstum gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hatte im Jänner den mehr als drei Jahre geltenden Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken aufgegeben. Die Landeswährung stieg daraufhin sprunghaft, was Exporte verteuert und die Konkurrenzfähigkeit von Schweizer Firmen im Ausland schwächt. Aktuell werden für die Gemeinschaftswährung 1,0840 Franken bezahlt.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma