Schweiz: Cytos kann Konkurs vorerst abwenden

Schlieren - Die Gläubigerversammlung der Schweizer Biotechfirma Cytos hat am Montag mit großer Mehrheit der Umwandlung von Wandelanleihen in Aktien zugestimmt. Damit kann das Unternehmen den drohenden Konkurs vorerst abwenden.

Cytos konnte die im Februar fälligen nachrangigen Wandelanleihen nicht zurückzahlen. Sie schlug daher den Gläubigern vor, die Wandelanleihen in Aktien umzuwandeln. An der außerordentlichen Gläubigerversammlung vom Montag stimmten fast 84 Prozent der Stimmberechtigten für die Umwandlung - damit erhielt das Vorhaben mehr als die erforderlichen Stimmen.

Damit das für die Umwandlung benötigte Aktienkapital geschaffen werden könne, werde Cytos zum gegebenen Zeitpunkt eine Generalversammlung einberufen. Diese könne mit zwei Drittel Mehrheit der anwesenden Stimmen die notwendige Kapitalerhöhung beschließen, hieß es.

Das Unternehmen habe zudem Wandeldarlehen von nominal 2 Mio. Franken (2,04 Mio. Euro) gegen nominal 4 Mio. Franken Wandelanleihen tauschen können. Wegen der Umwandlung der Wandelanleihen werde die verbleibende Verschuldung von Cytos damit um 2 Mio. Franken gesenkt, teilte das Unternehmen weiter mit.

Als Aussicht für die künftigen Aktionäre hatte Cytos Anfang Jänner mitgeteilt, dass mit der US-amerikanischen Biotechfirma OnCore Biopharma eine Lizenzvereinbarung geschlossen worden sei. Cytos erhoffe sich davon Ausschüttungen von maximal 402 Mio. Dollar (359 Mio. Euro). Die Lizenzvereinbarung tritt erst in Kraft, wenn die Wandelanleihen in Aktien umgewandelt wurden.

Der Handel mit Cytos-Aktien wurde wegen der Gläubigerversammlung zeitweise eingestellt. Wie die Schweizer Börsenbetreiberin SIX mitteilte, wurde die Aktie ab 15.15 Uhr wieder gehandelt.

Die 1995 als Spin-off der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) gegründete Biotechfirma Cytos kämpft seit längerem mit Problemen. Im Mai 2014 hatte das Unternehmen mit Sitz in Schlieren das Herunterfahren seiner operativen Tätigkeit bekannt gegeben, da es die Wirksamkeit seines Asthma-Medikamentenkandidaten nicht nachweisen konnte.

Seither versuchte das Unternehmen, Käufer oder Lizenznehmer für seine Forschungsplattform sowie die darauf laufenden Programme zur Entwicklung von Wirkstoffen zu finden.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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