Schweiz: Abschaffung privater Krankenkassen in Referendum abgelehnt

Die Schweizer haben sich in einem Referendum gegen die Einführung einer öffentlich-rechtlichen Krankenkasse ausgesprochen. 64 Prozent der Wähler stimmten am Sonntag gegen eine Initiative, die eine Abschaffung der Privatkassen als Grundversicherung vorsah, wie das Meinungsforschungsinstitut GfS unter Berufung auf eine Hochrechnung mitteilte.

Die Schweizer haben sich in einem Referendum gegen die Einführung einer öffentlich-rechtlichen Krankenkasse ausgesprochen. 64 Prozent der Wähler stimmten am Sonntag gegen eine Initiative, die eine Abschaffung der Privatkassen als Grundversicherung vorsah, wie das Meinungsforschungsinstitut GfS unter Berufung auf eine Hochrechnung mitteilte.

Damit können in der Schweiz lebende Bürger weiterhin zwischen 61 wettbewerbsorientierten Privatversicherungen wählen. Mit der Einheitskasse wollten linke Parteien, Branchenverbände und Gewerkschaften dieses System abschaffen und die Kosten im Gesundheitswesen reduzieren. Sie warfen den privaten Kassen Geldverschwendung unter anderem für Marketingkampagnen vor. Die bürgerlichen Parteien warben hingegen für eine Beibehaltung des Wettbewerbssystems und warnten ebenfalls vor steigenden Kosten sowie einer sinkenden Qualität durch die Einführung der Einheitskasse.


Die Beitragszahlungen für die Privatkassen sind unabhängig vom Einkommen, stattdessen variieren sie je nach Kasse, Alter und Wohnort. Rabatte gibt es etwa bei einer höheren Selbstbeteiligung oder einer begrenzten Ärzteauswahl. Das durchschnittliche Nettoeinkommen in der Schweiz liegt bei 4.950 Schweizer Franken (rund 41.00 Euro). Die Prämien für die Krankenversicherung betragen im Schnitt etwa 400 Franken pro Person.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte