Schwedischer Computerspieleentwickler kauft Tiroler Koch Media

Höfen/Karlstad (APA) - Die Tiroler Firma Koch Media mit Sitz in Höfen im Außerfern ist von THQ Nordic AB mit Sitz in Karlstad am Vänernsee, einem schwedischen Computerspieleentwickler, gekauft worden. Grund für den Verkauf war laut Medienberichten, dass sich Firmengründer und 90-Prozent-Eigentümer Franz Koch zur Ruhe setzen will. Auch seine Kinder seien an einer Übernahme nicht interessiert, hieß es.

Der Kaufpreis soll 121 Mio. Euro betragen haben. Die Koch-Media-Gruppe beschäftigt weltweit 800 Mitarbeiter, der Umsatz betrug 300 Mio. Euro. THQ Nordic ist börsennotiert, mit 200 Mitarbeitern und 40 Mio. Euro Umsatz aber um einiges kleiner als Koch Media. Das Unternehmen soll weiterhin unter dem Namen Koch Media Holding GmbH firmieren.

Alle 800 Mitarbeiter sollen übernommen werden, auch jene 150 am Standort in Höfen. Die Koch Media Geschäftsführer Klemens Kundratitz und Reinhard Gratl behalten ihre Funktion, Erik Stenberg, CEO von THQ Nordic, soll in Zukunft das Team aber verstärken. Der Gebäudekomplex in Höfen, sowie ein angrenzendes Grundstück mit 7.000 Quadratmetern hat THQ Nordic ebenfalls erworben.

Koch Media wurde 1994 von Franz Koch und Klemens Kundratitz gegründet. Der Konzern ist ein internationaler Produzent und Vermarkter von PC- und Konsolenspielen, Infotainment-CDs, Software und Filmen auf DVD und Blu-ray. Auch einige Kinolizenzen befinden sich im Programm. Die erste vertriebene Software von Koch Media war eine Bahnsimulation der Semmeringbahn. 2002 wurde das eigene Spielelabel Deep Silver gegründet. Das Tochterunternehmen entwickelt und vermarktet sowohl eigene als auch fremde Softwareproduktionen für gängige Spieleplattformen wie den PC, Spielekonsolen und mobile Endgeräte.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne