Schwachstelle bei Verschlüsselung auf Apple- und Android-Geräten

Berlin - Sicherheitsforscher haben eine seit Jahren vorhandene Schwachstelle in der Verschlüsselung beim Internet-Surfen mit dem Safari-Browser von Apple sowie Smartphones mit dem Google-System Android entdeckt. Dadurch konnte der Datenverkehr beim Besuch eigentlich abgesicherter Websites entschlüsselt werden. Allerdings ist dafür Fachwissen notwendig. Die Anbieter kündigten an, die Lücke zu schließen.

Die Schwachstelle geht auf die 1980er- und 1990er-Jahre zurück, als es US-Firmen noch verboten war, effiziente Verschlüsselungstechnologien ins Ausland zu verkaufen. Das Verbot wurde Ende der 90er-Jahre aufgehoben, die alte unsichere Verschlüsselung verschwand allerdings nicht komplett. Beim Ansteuern von bestimmten Webseiten, darunter amerikanische Regierungsseiten wie etwa das Webangebot der Bundespolizei FBI, konnten die betroffenen Browser dazu bewegt werden, die veraltete Verschlüsselung zu verwenden. Diesen Fehler stellten Experten unter anderem des französischen Computer-Forschungsinstituts Inria und von Microsoft fest. Dadurch könnte die Verschlüsselung mithilfe heutiger Computer innerhalb weniger Stunden geknackt werden.

Die Schwachstelle, die unter der Abkürzung "FREAK" (für Factoring attack on RSA-EXPORT Keys) geführt wird, wurde Anfang der Woche in Blogbeträgen von Sicherheitsforschern des Netzwerk-Dienstleisters Akamai bekannt. Eine Apple-Sprecherin sagte der "Washington Post", die Lücke solle in dem Safari-Webbrowser kommende Woche geschlossen werden. Google erklärte der Zeitung, den Herstellern von Android-Geräten sei bereits eine Lösung für das Problem zur Verfügung gestellt worden. Unklar ist noch, wie die Hersteller der Android-Geräte die Updates verteilen werden.

Los Gatos (APA/Reuters) - Das Filmportal Netflix hat mit seinen Abonnentenzahlen die Märkte enttäuscht und seine Aktien auf Talfahrt geschickt. Der mit Produktionen wie "House of Cards" oder "Orange is the new black" bekannte Streamingdienst gewann nach eigenen Angaben vom Montag im zweiten Quartal auf dem US-Heimatmarkt 670.000 neue Nutzer hinzu, international waren es 4,47 Millionen.
 

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Filmportal Netflix enttäuscht - Aktie auf Talfahrt

Wien (APA) - Bei der Telekom Austria ist das Nettoergebnis im 2. Quartal wie erwartet durch eine Markenwert-Abschreibung von 112,5 Mio. auf 58,0 Mio. Euro gedrückt worden. Ohne diesen Effekt im Ausmaß von 72,4 Mio. Euro wäre das Nettoergebnis um 15,9 Prozent gestiegen.
 

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Telekom Austria: Abschreibung drückte Ergebnis im 2. Quartal

Washington (APA/Reuters) - US-Notenbankchef Jerome Powell sieht die US-Wirtschaft trotz der Gefahr eines ausufernden Handelsstreits weiter im Aufwind. Mit der richtigen Geldpolitik bleibe in den nächsten Jahren der Arbeitsmarkt stark und die Inflation in der Nähe von zwei Prozent, sagte Powell am Dienstag in seiner halbjährigen Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats.
 

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Fed-Chef sieht US-Konjunktur trotz Handelsstreit optimistisch