Schutzschirm EFSF sieht Athens Griff in Fondsreserven gelassen

Berlin - Der Griff der griechischen Regierung in die Reserven des nationalen Bankenabwicklungsfonds HFSF kollidiert nicht mit dem Euro-Rettungsschirm EFSF. "Der EFSF ist davon nicht berührt, denn es handelt sich um Beträge aus Aktivitäten in Zeiten, bevor der EFSF Geld an Griechenland auszahlte", sagte ein Sprecher des Rettungsschirms am Mittwoch. Dieser ist größter Gläubiger des Landes.

Ein Teil der ESFS-Kredithilfen an Athen in den Jahren 2012 bis 2014 war über die griechische Regierung an den Bankenabwicklungsfonds HFSF zur Rekapitalisierung nationaler Geldinstitute geflossen.

Von den vom EFSF bereitgestellten 48,2 Mrd. Euro zur Kapitalstärkung oder Abwicklung von Banken des Landes wurden allerdings bisher nur 37,2 Mrd. Euro genutzt. Die restlichen knapp 11 Mrd. Euro wurden inzwischen an den Rettungsschirm EFSF zurücküberwiesen. Sie stehen im Grundsatz noch bis zum Auslaufen des aktuellen zweiten europäischen Hilfsprogramms für Griechenland Ende Juni für etwaige Bankenhilfen zur Verfügung. Werden sie nicht dafür abgerufen, mindern sie den Umfang des EFSF-Hilfsprogramms, das 2012 mit einem Volumen von 143,6 Mrd. Euro bewilligt worden war.

Nach der Rückführung der europäischen Hilfsgelder verblieben nach Angaben eines EFSF-Sprechers noch etwa 856 Mio. Euro beim griechischen Abwicklungsfonds HFSF. Am Freitag habe der Euro-Rettungsschirm von diesem erfahren, dass die Regierung auf 555 Mio. Euro zurückgreifen wolle. Griechenland leidet unter akuten Finanznöten und versucht in Verhandlungen, den Weg für möglichst schnelle Auszahlungen noch ausstehender Hilfegelder freizumachen. Der EFSF wurde inzwischen vom Stabilisierungsmechanismus ESM abgelöst.

Los Gatos (APA/Reuters) - Das Filmportal Netflix hat mit seinen Abonnentenzahlen die Märkte enttäuscht und seine Aktien auf Talfahrt geschickt. Der mit Produktionen wie "House of Cards" oder "Orange is the new black" bekannte Streamingdienst gewann nach eigenen Angaben vom Montag im zweiten Quartal auf dem US-Heimatmarkt 670.000 neue Nutzer hinzu, international waren es 4,47 Millionen.
 

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Filmportal Netflix enttäuscht - Aktie auf Talfahrt

Wien (APA) - Bei der Telekom Austria ist das Nettoergebnis im 2. Quartal wie erwartet durch eine Markenwert-Abschreibung von 112,5 Mio. auf 58,0 Mio. Euro gedrückt worden. Ohne diesen Effekt im Ausmaß von 72,4 Mio. Euro wäre das Nettoergebnis um 15,9 Prozent gestiegen.
 

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Telekom Austria: Abschreibung drückte Ergebnis im 2. Quartal

Washington (APA/Reuters) - US-Notenbankchef Jerome Powell sieht die US-Wirtschaft trotz der Gefahr eines ausufernden Handelsstreits weiter im Aufwind. Mit der richtigen Geldpolitik bleibe in den nächsten Jahren der Arbeitsmarkt stark und die Inflation in der Nähe von zwei Prozent, sagte Powell am Dienstag in seiner halbjährigen Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats.
 

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Fed-Chef sieht US-Konjunktur trotz Handelsstreit optimistisch