Schulden der öffentlichen Hand in Deutschland gesunken

Die gute Konjunktur in Deutschland und die niedrigen Zinsen drücken die Schulden der öffentlichen Hand. Ende 2015 standen Bund, Länder und Kommunen samt aller Extrahaushalte mit 2,03 Billionen Euro in der Kreide, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Im Vorjahresvergleich war dies ein Rückgang um 1,1 Prozent oder 22,7 Milliarden Euro.

Damit sind die Verbindlichkeiten jetzt vier Quartale in Folge gesunken. Grund sei die gute wirtschaftliche Erholung, die für mehr Steuereinnahmen sorge, hieß es beim Statistikamt. Zudem würden viele Verantwortliche für die Finanzen die niedrigen Zinsen nutzen, um verstärkt in kurzlaufende Kassenkredite zu investieren. Damit würden dann langlaufende Schulden getilgt.
Der Bund verringerte seine Schulden zum 31. Dezember 2015 um 1,8 Prozent auf 1,26 Billionen Euro. Bei den Ländern gab es ein Minus von 0,7 Prozent auf rund 618 Milliarden Euro. Während Bayern (minus 9,8 Prozent), Baden-Württemberg (minus 7,0 Prozent) und Sachsen (minus 6,4 Prozent) Rückgänge schafften, stiegen die Schuldenstände in Niedersachsen (plus 6,4 Prozent), Saarland (plus 1,4 Prozent), Rheinland-Pfalz (plus 0,8 Prozent) und Hessen (plus 0,3 Prozent). Die Verschuldung der Gemeinden und Gemeindeverbände stieg um 3,8 Prozent auf 145,0 Milliarden Euro.

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