Schriftsteller-Verband kritisiert neues Vergütungsmodell von Amazon

Der Verband Deutscher Schriftsteller (VS) hat das neue Vergütungsmodell des Online-Händlers Amazonheftig kritisiert. Es sei ein "kontrollierender Eingriff in den intimen Dialog des Lesers mit dem Buch", so Vorsitzende Eva Leipprand am Montag in Berlin.

Amazon bezahlt seit Anfang Juli Autoren von eBooks, die ihre Bücher selbst über die Kindle-Leihbücherei sowie die eBook-Flatrate Kindle Unlimited veröffentlichen, nur noch pro tatsächlich gelesener Seite. Dafür muss Amazon das Leseverhalten der Kunden auswerten. Bisher bekamen die Autoren für jeden Download ihres Buches Geld.

Voraussetzung für diese neue Art des Bezahlen sei, dass Amazon das Leseverhalten seiner Kunden wie "Big Brother" verfolge, kritisierte der VS. Sollte Amazon das Bezahlsystem weiter ausdehnen, sei dies eine "Katastrophe für die Literaturlandschaft". Die Gedankenfreiheit der Leser und Autoren werde dadurch einem fortschreitenden "rein ökonomisch orientierten" Zugriff unterworfen.

Amazon begründet das neue Vergütungsmodell damit, dass viele Autoren sich gewünscht hätten, dass eBooks mit mehr Seiten besser bezahlt würden als weniger umfangreiche elektronische Bücher. Wie genau Autoren beim US-Online-Händler bezahlt werden, gibt Amazon im Internet bekannt: Der Autor eines 100 Seiten starken Buches, das 100 Mal komplett gelesen wird, bekommt 1.000 Dollar (901,23 Euro) . Der Autor eines 200 Seiten starken Buches bekommt unter gleichen Bedingungen 2.000 Dollar.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

Newsticker

Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro