Schramböck: Lehre schnell auf neuen Stand der Technik bringen

Wien (APA) - Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) will Lehrlingsausbildungen schneller auf den neuesten Stand der Technik bringen. Es könne nicht sein, dass man von der Idee bis zur Ausbildung eines Absolventen neuer Lehrberufe 10 Jahre brauche, erklärte die Ministerin. Aus diesem Grund lud Schramböck am Montag zu einem Gipfel zur Weiterentwicklung der Lehrberufsausbildung.

Dabei wurde mit Experten aus Wirtschaft, Politik und Interessensvertretungen die Zukunft der Lehre diskutiert. In insgesamt fünf Workshops wurden unter anderem Themen wie Digitalisierung und Innovation in der Lehre oder Duale Ausbildung besprochen. Es gehe vor allem darum, die Attraktivität der Lehre zu stärken und neue Zielgruppen, etwa mehr Frauen und Personen über 21 zu erreichen. Dies könne nur gelingen, wenn die Lehre als qualitative und moderne Ausbildung wahrgenommen werde. Es sei kein Ausdruck von Wertschätzung, lediglich eine Lehrlingsentschädigung zu zahlen, wie Schramböck erklärte.

Ergebnisse des Gipfels sollen in weiterer Folge in laufende Arbeiten des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) zum Thema Fachkräftemangel und Lehrlingsausbildung einfließen. Derzeit befinden sich etwa 100.000 Personen in einer Lehrausbildung. Der bundesweite Lehrstellenüberhang, also die Differenz zwischen Bewerbern für eine Lehrstelle und den tatsächlich verfügbaren Stellen, hat im Gegensatz zum Vorjahr um rund 15 Prozentpunkte zugenommen und liegt derzeit bei 7.878 Stellen.

Indes zeigte sich SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid besorgt, wie sich der 12-Stunden-Tag und die 60-Stunden-Woche auf Lehrlinge über 18 Jahre auswirken werden. Demnach würden davon etwa 40.000 Lehrlinge betroffen sein. Dabei insbesondere jene, die sich in der Phase vor der Abschlussprüfung befinden würden. Nach 12 Stunden Arbeit sei Lernen unmöglich, kommentierte Hammerschmid. Sie befürchtet einen Qualitätsverlust für die Lehrlingsausbildung.

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