Schleswig-Holstein hält an Zeitplan für HSH-Verkauf fest

Berlin (APA/Reuters) - Die Verhandlungen zum Verkauf der HSH Nordbank gehen auf die Zielgerade. Die schleswig-holsteinische Finanzministerin Monika Heinold zeigte sich am Donnerstag zuversichtlich, dass die Veräußerung der Landesbank zum Monatsende gelingen könnte.

"So ist unsere Planung, ich hoffe, dass das in etwa auch klappt", sagte die Grünen-Politikerin im Finanzausschuss in Kiel mit Blick auf die geplante Information des Parlaments am 1. März über den Deal. Die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein müssen die Landesbank auf Druck der EU bis zum 28. Februar verkaufen. Die Mehrheitseigner verhandeln seit einiger Zeit exklusiv mit dem Konsortium aus den Finanzinvestoren Cerberus, in Österreich Großaktionär der BAWAG, und J.C. Flowers. Flowers hält bereits gut 5 Prozent an der HSH.

Der Verkauf ist eine Auflage der EU-Kommission im Gegenzug für staatliche Milliardenhilfen. Scheitert dies, droht dem Geldhaus die Abwicklung. Neben der Kernbank gibt es eine Abbaubank, in der wegen der Schiffskrise milliardenschwere Problemkredite aus den Jahren 2004 bis 2009 gebündelt sind. Unter der Führung von HSH-Chef Stefan Ermisch hat das Institut die Risiken deutlich zurückgefahren.

Der Verkauf wäre ein großer Erfolg, denn viele Kritiker und Fachleute hätten dies lange nicht für möglich gehalten. Die Bank war durch die Finanzkrise und wegen der Schiffskrise in Schieflage geraten. Hamburg und Schleswig-Holstein haben dem Geldhaus mit Garantien und Eigenkapital von rund 13 Mrd. Euro unter die Arme gegriffen. Über Gebühren dafür flossen etwa 3 Mrd. Euro von der Bank zurück an die Länder.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker