Schlecker-Insolvenzverwalter: Haftstrafe für Gründer wäre "sehr hart"

Neu-Ulm (APA/AFP) - Der Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz hat wenige Tage vor dem erwarteten Urteil gegen den Drogeriegründer eine mögliche Haftstrafe als "sehr hart" bezeichnet. Allerdings sehe er auch einige Transaktionen von Anton Schlecker als kritisch an, sagte Geiwitz dem "Handelsblatt" vom Freitag.

Schlecker steht wegen schweren Bankrotts und Beiseiteschaffens von Millionenbeträgen vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft fordert drei Jahre Haft.

Dem Drogeriegründer wird vorgeworfen, vor der Insolvenz noch Vermögen beiseite geschafft zu haben. Es geht um die Frage, wann Schlecker wusste, dass sein Unternehmen vor der Pleite steht. Schlecker hatte 2012 Insolvenz angemeldet, rund 25.000 Beschäftigte verloren ihre Arbeitsplätze. Schlecker hinterließ rund 22.000 Gläubiger.

Geiwitz sagte dem "Handelsblatt", er hätte Schlecker damals "lieber gerettet". Er habe alles versucht, aber es habe am Ende nicht gereicht, Verhandlungen mit mehreren Interessenten scheiterten. Damals sei auch seine eigene Sicherheit in den Fokus geraten, sagte Geiwitz. Als klar geworden sei, dass zehntausende Kündigungen drohten, sei ihm von politischer Seite Personenschutz angeboten worden. "Ich lehnte ab."

Der Prozess gegen Anton Schlecker und seine beiden Kinder Meike und Lars hatte im März begonnen, am Montag wird das Urteil erwartet. Das Insolvenzverfahren dürfte sich hingegen noch mehrere Jahre hinziehen.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne