Schlecker-Insolvenzverwalter: Haftstrafe für Gründer wäre "sehr hart"

Neu-Ulm (APA/AFP) - Der Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz hat wenige Tage vor dem erwarteten Urteil gegen den Drogeriegründer eine mögliche Haftstrafe als "sehr hart" bezeichnet. Allerdings sehe er auch einige Transaktionen von Anton Schlecker als kritisch an, sagte Geiwitz dem "Handelsblatt" vom Freitag.

Schlecker steht wegen schweren Bankrotts und Beiseiteschaffens von Millionenbeträgen vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft fordert drei Jahre Haft.

Dem Drogeriegründer wird vorgeworfen, vor der Insolvenz noch Vermögen beiseite geschafft zu haben. Es geht um die Frage, wann Schlecker wusste, dass sein Unternehmen vor der Pleite steht. Schlecker hatte 2012 Insolvenz angemeldet, rund 25.000 Beschäftigte verloren ihre Arbeitsplätze. Schlecker hinterließ rund 22.000 Gläubiger.

Geiwitz sagte dem "Handelsblatt", er hätte Schlecker damals "lieber gerettet". Er habe alles versucht, aber es habe am Ende nicht gereicht, Verhandlungen mit mehreren Interessenten scheiterten. Damals sei auch seine eigene Sicherheit in den Fokus geraten, sagte Geiwitz. Als klar geworden sei, dass zehntausende Kündigungen drohten, sei ihm von politischer Seite Personenschutz angeboten worden. "Ich lehnte ab."

Der Prozess gegen Anton Schlecker und seine beiden Kinder Meike und Lars hatte im März begonnen, am Montag wird das Urteil erwartet. Das Insolvenzverfahren dürfte sich hingegen noch mehrere Jahre hinziehen.

Paris (APA/AFP) - Unter Präsident Emmanuel Macron ist Frankreich für deutsche Unternehmen wieder deutlich attraktiver geworden: 90 Prozent der deutschen Firmen in Frankreich bewerten die Wirtschaftslage derzeit als gut oder zufriedenstellend - mehr als doppelt so viele wie vor zwei Jahren, wie es in einer am Freitag in Paris veröffentlichten Studie der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer heißt.
 

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Deutsche Unternehmen finden Frankreich wieder attraktiv

London (APA/Reuters) - Der Haushaltsstreit von Italien mit der EU-Kommission bremst am Geldmarkt die Spekulationen auf eine EZB-Zinserhöhung. Mittlerweile wird erst für Oktober 2019 damit gerechnet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) einen ihrer Schlüsselzinsen anhebt. Die Chancen für einen Schritt um zehn Basispunkte bereits im September 2019 werden dagegen inzwischen als deutlich niedriger angesehen.
 

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Erster EZB-Zinsschritt 2019 wegen Italien-Streits später erwartet

Bangalore/Santa Clara (Kalifornien) (APA/Reuters) - Der Chiphersteller Micron Technology Inc kauft seinem Partner Intel dessen Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen IM Flash Technologies ab. Dafür lege Micron Techology rund 1,5 Milliarden Dollar (1,30 Mrd. Euro) in bar auf den Tisch, teilte das US-Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Micron kauft Intel-Anteil an Joint-Venture IM Flash Technologies