Schindler-Konzern expandierte 2017 freudig weiter

Ebikon (APA/sda) - Der Schweizer Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Wachstumskurs fortgesetzt. Die Geschäfte mit Neuanlagen wie auch jene mit Unterhaltsarbeiten seien profitabel gewachsen, teilte das Unternehmen heute, Freitag, mit. Der Konzerngewinn stieg um 7,4 Prozent auf 884 Millionen Franken (765,7 Mio. Euro).

Der Auftragseingang stieg um 5,9 Prozent auf rund 11 Mrd. Franken. Der Umsatz legte um 5,1 Prozent auf 10,2 Mrd. Franken zu. In Lokalwährungen ging es bei den Einnahmen um 4,6 Prozent nach oben. Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich laut einer Mitteilung des Unternehmens vom Freitag um 4,8 Prozent auf rund 1,2 Mrd. Franken. Die operative Marge lag konstant bei 11,7 Prozent.

Schindler macht vor allem die geografische Ausgewogenheit seiner Geschäfte für die guten Entwicklungen verantwortlich. Die für den Konzern wichtige Bauindustrie sei im Jahr 2017 sehr ungleich verlaufen. Die Gesamtnachfrage habe nach zwei rückläufigen Jahren aber wieder zugenommen.

Am meisten zugelegt hat Schindler dabei den Angaben zufolge in Europa, gefolgt von Asien und Amerika. Insbesondere in China habe sich die Nachfrage stabilisiert, womit der Abwärtstrend der letzten zwei Jahre gestoppt worden sei. In China wurden auch bereits erste modulare Aufzugssysteme eingeführt, welche über die nächsten zwei Jahre weltweit verbaut werden sollen.

Neben dem neuen modularen Produktportfolio setzt Schindler auf die Digitalisierung. Mit der Einführung einer cloudgestützten Plattform sei dabei ein wichtiger Meilenstein erreicht worden, heißt es in der Mitteilung. Ebenfalls zum Wachstum beigetragen hätten lokale Zukäufe in etablierten Märkten.

Der Verwaltungsrat will die Dividendenpolitik ändern und die Ausschüttungsquote von 35 bis 45 Prozent auf 35 bis 64 Prozent erhöhen. Er beantragt eine Dividende von 4 Franken je Namensaktie und je Partizipationsschein. Für 2018 erwartet das Management aufgrund der günstigen Megatrends eine Umsatzzunahme zwischen 3 und 5 Prozent.

Im laufenden Jahr gibt es bei Schindler personelle Änderungen. Der bisherige Finanzchef Erich Ammann soll den abtretenden Karl Hofstetter im Verwaltungsrat ersetzen. Zum neuen Finanzvorstand und Mitglied der Konzernleitung ist Urs Scheidegger ernannt worden. Er ist seit 2003 in verschiedenen Funktionen im Finanzbereich bei Schindler tätig, zuletzt als Controlling-Chef. Scheidegger verbrachte eine lange Zeit seiner Tätigkeit bei Schindler in Asien.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet frühestens in rund einem Jahr die nächste Zinserhöhung. Der Leitzins liegt derzeit auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und soll nach den Worten von EZB-Präsident Mario Draghi noch "über den Sommer" 2019 hinaus auf diesem Niveau bleiben.
 

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Draghi: EZB-Zinsen bleiben über Sommer 2019 hinaus auf Rekordtief

München (APA/Reuters) - Siemens baut in der angeschlagenen Kraftwerks-Sparte in Deutschland 500 Arbeitsplätze weniger ab als geplant. Das ist das Ergebnis der monatelangen Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat, wie der Münchner Industriekonzern am Montag verkündete.
 

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Siemens baut in Deutschland 2.900 Stellen ab

Berlin/Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Industrie-Unternehmen in Europa haben die Bedeutung Künstlicher Intelligenz als einen maßgeblichen Schlüssel-Faktor für ihren künftigen Erfolg erkannt. Im Schnitt erwarten die Unternehmen dadurch Umsatzzuwächse von 11,6 Prozent bis 2030, geht aus einer Studie hervor, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) und den Ausrichtern der Konferenz Industry of Things World in Berlin durchgeführt wurde.
 

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Studie: Industrie sieht Künstliche Intelligenz als Schlüssel-Faktor