Schiffsfonds - Höchstgericht stärkt VKI gegen MPC den Rücken

In der Causa um verlustträchtige Schifffonds des deutschen Emissionshauses MPC hat der Oberste Gerichtshof (OGH) dem Verein für Konsumenteninformation (VKI) den Rücken gestärkt.

Laut einem Urteil des Höchstgerichts ist die Prospekthaftung nach dem Recht des "Marktorts" zu prüfen. Da MPC seinen geschlossenen Fonds speziell auch für Österreich angeboten hat, gelte österreichisches Recht.

Das kommt dem VKI zupass. Die Konsumentenschützer haben nämlich gegen MPC ein Musterverfahren nach dem deutschen Kapitalanlegermusterverfahrensgesetz (KapMuG) angestrengt. Die Kläger - allesamt österreichische Anleger - machen Schadenersatzansprüche aus der Prospekthaftung geltend und berufen sich auf österreichisches Recht. An dem Verfahren, in dem nun das OGH-Urteil gesprochen wurde, war der VKI nicht beteiligt, wie der Verein am Mittwoch mitteilte.

In Österreich haben vor der Finanzkrise rund 17.000 Anleger 70 verschiedene Fonds der Firma MPC gekauft. Fast alle Großbanken haben damals Schiffs- und Immobilienfonds - teils auch von kleineren Emittenten - großflächig vertrieben. Der VKI vertritt rund 2.500 Betroffene mit einem mutmaßlichen Schaden von 170 Mio. Euro. Die Fonds gerieten im Gefolge der Finanzkrise unter Wasser, einige sind schon in Insolvenz. MPC hat Vorwürfe, wonach die speziellen Risiken der Fonds den Anlegern systematisch verschwiegen worden seien, bisher stets vehement zurückgewiesen.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

Newsticker

Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

Newsticker

Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

Newsticker

Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen