Schiffsfonds - Höchstgericht stärkt VKI gegen MPC den Rücken

In der Causa um verlustträchtige Schifffonds des deutschen Emissionshauses MPC hat der Oberste Gerichtshof (OGH) dem Verein für Konsumenteninformation (VKI) den Rücken gestärkt.

Laut einem Urteil des Höchstgerichts ist die Prospekthaftung nach dem Recht des "Marktorts" zu prüfen. Da MPC seinen geschlossenen Fonds speziell auch für Österreich angeboten hat, gelte österreichisches Recht.

Das kommt dem VKI zupass. Die Konsumentenschützer haben nämlich gegen MPC ein Musterverfahren nach dem deutschen Kapitalanlegermusterverfahrensgesetz (KapMuG) angestrengt. Die Kläger - allesamt österreichische Anleger - machen Schadenersatzansprüche aus der Prospekthaftung geltend und berufen sich auf österreichisches Recht. An dem Verfahren, in dem nun das OGH-Urteil gesprochen wurde, war der VKI nicht beteiligt, wie der Verein am Mittwoch mitteilte.

In Österreich haben vor der Finanzkrise rund 17.000 Anleger 70 verschiedene Fonds der Firma MPC gekauft. Fast alle Großbanken haben damals Schiffs- und Immobilienfonds - teils auch von kleineren Emittenten - großflächig vertrieben. Der VKI vertritt rund 2.500 Betroffene mit einem mutmaßlichen Schaden von 170 Mio. Euro. Die Fonds gerieten im Gefolge der Finanzkrise unter Wasser, einige sind schon in Insolvenz. MPC hat Vorwürfe, wonach die speziellen Risiken der Fonds den Anlegern systematisch verschwiegen worden seien, bisher stets vehement zurückgewiesen.

Wien/Klagenfurt (APA) - Der Bund dürfte bei der Heta, der Abbaugesellschaft der Kärntner Hypo Alpe Adria, seine gesamten Vorfinanzierungen von über 9 Mrd. Euro zurückbekommen. "Es gibt Indikatoren, dass der Bund das, was er im Rahmen der Abwicklung in die Hand genommen hat, zum größten Teil und vielleicht auch alles zurückkriegen wird", sagte Heta-Finanzvorstand Arnold Schiefer am Freitag beim Pressegespräch in Wien.
 

Newsticker

Heta - Bund dürfte gesamte Vorfinanzierungen zurückbekommen

Berlin (APA/dpa) - Thomas Winkelmann bleibt doch noch länger Air-Berlin-Chef. Insolvenzverwalter und Gläubigervertreter haben beschlossen, den 58-Jährigen auf unabsehbare Zeit weiter zu beschäftigen, wie das "Manager Magazin" berichtete. Winkelmann werde die Insolvenzverwaltung unterstützen, bestätigte ein Sprecher von Insolvenzverwalter Lucas Flöther am Freitag.
 

Newsticker

Air-Berlin-Chef Winkelmann bleibt vorerst im Amt

London (APA/Reuters) - Der Streit über die künftige Grenze zwischen Irland und Nordirland bremst die Verhandlungen über den EU-Austritt Großbritanniens. Die Regierung in London erklärte am Freitag, man werde Nordirlands Platz im britischen Binnenmarkt verteidigen.
 

Newsticker

Brexit-Verhandlungen hängen wegen irischer Grenze fest