Schiff soll hochgefährliches Plutonium von Japan in die USA bringen

Tokio - Ein schwer bewachtes und bewaffnetes Schiff soll in Kürze eine große Ladung Plutonium von Japan in die USA bringen. Das Schiff traf am Montag unter strengen Sicherheitsvorkehrungen im Hafen von Tokaimura ein, wo es die gefährliche Fracht aufnehmen soll. Das Material würde zur Herstellung von etwa 50 Atombomben reichen.

Das Plutonium war von den USA, Großbritannien und Frankreich vor Jahrzehnten für Japan für Forschungszwecke bereitgestellt worden und soll gemäß einem bilateralen Abkommen in den USA entsorgt werden. Das Fernsehen zeigte, wie das Schiff in den Hafen von Tokaimura einfuhr, in dessen Nähe die 331 Kilogramm Plutonium gelagert sind.

Medienberichten zufolge verschärfte die Polizei die Sicherheitsvorkehrungen rund um den Hafen, während Anti-Atom-Aktivisten mit einem Boot die Einfahrt des Schiffs verfolgten. Laut Aktivistengruppen wird das Schiff rund zwei Monate brauchen, um eine Atomanlage in South Carolina in den USA zu erreichen.

Die Plutoniumvorräte sorgten seit langem bei den Nachbarländern für Unruhe, da Japan das Wissen hat, um daraus Atombomben zu produzieren. Die Ausfuhr des Materials in die USA soll den Willen der beiden Staaten unterstreichen, an der Politik der Nicht-Weiterverbreitung von Atomwaffen festzuhalten. Aktivisten werfen der Regierung dagegen vor, mit der Aktion davon ablenken zu wollen, dass rund zehn Tonnen Plutonium im Land bleiben.

Bregenz (APA) - Aufgrund von anhaltender Trockenheit mit einhergehendem Futter- und Wassermangel stehen in Vorarlberg verfrühte Almabtriebe im Raum. Diese versuche man durch die Zufuhr von Wasser und Heu zu verhindern, informierte der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) am Freitag. Eine frühzeitige Rückkehr der Tiere ins Tal könnte die Situation in der Futterversorgung eklatant verschärfen, so Gantner.
 

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Große Trockenheit: In Vorarlberg stehen verfrühte Almabtriebe im Raum

London/Brüssel (APA/dpa) - Nur eineinhalb Monate vor dem EU-Austritt der Briten ist immer noch nicht sicher, ob die Sache einigermaßen glimpflich ausgeht. Und das liegt nicht nur am Londoner Regierungschaos.
 

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Beim Brexit sitzen beide in der Zwickmühle

Wien/Schwechat/Dublin (APA) - Eine erste Anhörung vor einem Londoner Gericht im Streit zwischen Ryanair und Lufthansa um neun geleaste Laudamotion-Flieger ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Hauptverfahren beginnt erst im November, wie es am Freitagnachmittag von der Lufthansa zur APA hieß. Laudamotion und Ryanair gaben sich wortkarg und erklärten, das laufende Verfahren nicht kommentieren zu wollen.
 

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Gerichtsstreit um Laudamotion geht erst im November richtig los