Schienen-Control: Bahnen können Stromlieferanten frei wählen

Wien - Seit 1. Jänner 2016 können Eisenbahnunternehmen in Österreich ihren Energielieferanten selbst wählen, das Netz zur Strom-Durchleitung wird weiterhin von der ÖBB-Infrastruktur zur Verfügung gestellt. Mit Jänner haben vier Bahnbetreiber den Wechsel vom bisherigen Stromlieferanten ÖBB-Infrastruktur zu einem alternativen Energielieferanten vollzogen, teilte die Schienen-Control in einer Aussendung mit.

Dies wirkt sich auch auf die Verrechnung der Stromkosten aus: Früher gab es einen Gesamtpreis, nun werden auch für Bahnunternehmen Netzkosten und Energiepreise getrennt verrechnet. Die Schienen-Control prüft die Bedingungen für Durchleitung und Umformung des Stroms sowie die daraus entstehenden Netzkosten.

Der Netzbetreiber sorgt dafür, dass der eingespeiste Strom aller Energielieferanten von 50 Hertz auf 16,7 Hertz umgeformt und über das Bahnstromnetz zum Triebfahrzeug geleitet wird. "Ziel der Schienen-Control war es, den fairen Wettbewerb auch am Bahnstrommarkt sicherzustellen. Ähnlich wie im 50 Hertz - Netz kann jedes Bahnunternehmen seinen Stromlieferanten nun selbst wählen", so Maria-Theresia Röhsler, Geschäftsführerin der Schienen-Control.

Die Durchleitung von Bahnstrom externer Stromlieferanten erfolge zu bestimmten Bedingungen. Sowohl diese Bedingungen als auch die Preise für die Durchleitung unterliegen der Prüfung durch die Schienen-Control. Mit der Entkoppelung werde eine EU-Vorgabe umgesetzt. Dass Eisenbahnverkehrsunternehmen das Recht haben, Strom eines anderen Energielieferanten durchleiten zu lassen, ergebe sich aus der Richtlinie 2001/14/EG.

Bregenz (APA) - Aufgrund von anhaltender Trockenheit mit einhergehendem Futter- und Wassermangel stehen in Vorarlberg verfrühte Almabtriebe im Raum. Diese versuche man durch die Zufuhr von Wasser und Heu zu verhindern, informierte der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) am Freitag. Eine frühzeitige Rückkehr der Tiere ins Tal könnte die Situation in der Futterversorgung eklatant verschärfen, so Gantner.
 

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Große Trockenheit: In Vorarlberg stehen verfrühte Almabtriebe im Raum

London/Brüssel (APA/dpa) - Nur eineinhalb Monate vor dem EU-Austritt der Briten ist immer noch nicht sicher, ob die Sache einigermaßen glimpflich ausgeht. Und das liegt nicht nur am Londoner Regierungschaos.
 

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Beim Brexit sitzen beide in der Zwickmühle

Wien/Schwechat/Dublin (APA) - Eine erste Anhörung vor einem Londoner Gericht im Streit zwischen Ryanair und Lufthansa um neun geleaste Laudamotion-Flieger ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Hauptverfahren beginnt erst im November, wie es am Freitagnachmittag von der Lufthansa zur APA hieß. Laudamotion und Ryanair gaben sich wortkarg und erklärten, das laufende Verfahren nicht kommentieren zu wollen.
 

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Gerichtsstreit um Laudamotion geht erst im November richtig los