Schelhammer & Schattera setzt weiter auf ethisch-nachhaltiges Service

Die im Vorjahr mehrheitlich von der Grawe-Bankengruppe übernommene ehemalige Kirchenbank Schelhammer & Schattera, die sich selbst als Spezialinstitut für ethisch-nachhaltige Bankdienstleistungen sieht, will diesen Bereich in Zukunft noch weiter ausbauen. Dies kündigte Vorstandsdirektor Peter Böhler am Mittwoch bei einer Investorenveranstaltung der Bank in Wien laut einer Aussendung an.

Böhler ist überzeugt, dass das ethisch-nachhaltige Prinzip im Bankengeschäft enorm an Bedeutung gewinnen wird, nicht zuletzt in Folge des Klimaabkommens in Paris und der einsetzenden Dekarbonisierungs- und Divestment-Bewegung.

Auch nach der mehrheitlichen Übernahme durch die Grawe-Bankengruppe werde die ethisch Ausrichtung und auch der Nahbezug zur Kirche bzw. kirchlichen Einrichtungen beibehalten, betont Böhler. Aus dem Fondsgeschäft werde sich das Bankhaus nicht verabschieden, nur das Fondsmanagement werde innerhalb der Grawe-Gruppe unter dem Dach der Security KAG gebündelt werden. Die ethisch nachhaltigen Superior-Fonds des Bankhauses "werden weiterhin zum Kerngeschäft der Bank gehören und deren Bedeutung sogar deutlich zunehmen", so Böhler. Mit einem Fondsvolumen von über 4 Mrd. Euro sei die Fondsgesellschaft ein gewichtiger Player am heimischen Markt. Auch die Zusammenarbeit mit dem Ethikbeirat der Bank werde bestehen bleiben.

Das Münchner Nachhaltigkeitsrating-Unternehmen oekom research hat in seinem auf der Veranstaltung präsentierten Jahresbericht nur langsame Fortschritte im Bereich der ökologischen und sozialen Unternehmensverantwortung festgestellt. Es sei noch ein weiter Weg hin zu gelebtem nachhaltigen Wirtschaften, so CEO Robert Haßler laut Aussendung.

Nach wie vor erfüllen nur etwas mehr als 16 Prozent der Unternehmen weltweit die Mindestanforderungen von oekom research an Nachhaltigkeitsmanagement. Ein gutes Drittel der Unternehmen zeige erste Ansätze auf diesem Gebiet. Der Anteil der schlecht bewerteten Unternehmen ging leicht von 50 auf knapp 48 Prozent zurück.

Am besten schnitten mit 47,4 Punkten auf einer Skala von 0 bis 100 wieder die Hersteller von Haushaltsprodukten ab, gefolgt von der Automobilindustrie mit 44,4 Punkten. Schlusslichter sind Versicherungen, die Bau- und Immobilienbranche, die Öl- und Gasbranche sowie der Einzelhandel und das Logistikgewerbe mit Bewertungen zwischen 20 und 25 Punkten.

Eine Chance zur Verbesserung der Nachhaltigkeitsperformance sieht Haßler in den von den Vereinten Nationen verabschiedeten UN Sustainable Developement Goals (SDGs). Auf den meisten Gebieten bestehe aber noch großer Nachholbedarf.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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